18.9.2017 Poelchaustraße (Marzahn-Mitte): Einladung zur Übergabe der Poelchau-Erinnerungsstele

Würdigung des Gefängnis- und Sozialpfarrers Harald Poelchau (1903–1972) und seiner Frau Dorothee (1902-1977)

Öffentliche Veranstaltung zur Übergabe der Poelchau-Erinnerungsstele am Montag, 18. September 2017

Programm:

ab 14.00 Uhr im Victor-Klemperer-Kolleg (Martha-Arendsee-Straße 15) mit Gesprächen,
Getränken und Imbiss, dann
ab 14.45 Uhr thematischer Teil,
etwa ab 16.30 Uhr Übergabeakt am Ort der Erinnerungsstele (Poelchaustraße, Ecke Märkische
Allee).

Beiträge des Victor-Klemperer-Kollegs, der Poelchau-Schule (Sportschule im Olympiapark) und des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums (Biesdorf),
Referate und Grußworte u. a. von Dagmar Pohle (Bezirksbürgermeisterin), Harald S. Poelchau (in den USA lebender Sohn) und Dr. Christian Stäblein (Propst der Evangelischen Kirche).

Orte: Victor – Klemperer – Kolleg und Erinnerungstele

weitere Informationen und Programm

Veranstalter

Telefon: 030 / 4261228
E-Mail: huelsemann-beratung@t-online.de
Website: Ökumenische Forum Berlin-Marzahn

Schüler pflegen die Gräber von NS-Zwangsarbeitern

Gemeinsam die Erinnerung wachhalten. Tadeusz Luczak, geboren 1916, war ein Zwangsarbeiter unter dem Nazi-Regime. Am 24. Januar 1944 starb er auf dem Bahnhof Kaulsdorf in Berlin. „Schädelzertrümmerung“ schrieb die Charité in den Totenschein. Seine letzte Ruhe fand er auf dem St.-Hedwig-Friedhof in Hohenschönhausen. Schüler des Ardenne-Gymnasiums aus dem Ort pflegen dort seit zehn Jahren die Gräber. Am Freitag, 8. September, befreien sie die Grabsteine von Moos – auch ein wertvoller Beitrag zum Aktionstag „Gemeinsame Sache“:

Schüler des Ardenne-Gymnasiums in Hohenschönhausen pflegen die Gräber von NS-Zwangsarbeitern.

Tadeusz Luczak wurde am 5. Februar 1916 in Glowno geboren. Am 24. Januar 1944 starb er als Zwangsarbeiter auf dem Bahnhof Kaulsdorf in Berlin. Die Gerichtsmedizin an der Charité trägt „Schädelzertrümmerung“ als Todesursache ein. Was genau passierte, weiß niemand. Seither befindet sich Luczak’ Grab auf dem St. Hedwig-Friedhof in Hohenschönhausen. Hier ruhen 1 626 Frauen, Männer und Kinder, die unter den Nationalsozialisten im Raum Berlin Zwangsarbeit leisten mussten.

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