Drei Viertel der Berliner sind mit Demokratie zufrieden

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Am Mittwoch wurden erste Ergebnisse des „Berlin-Monitors“ vorgestellt. Laut Antidiskriminierungssenator Behrendt zeigen die Ergebnisse „Licht und Schatten“.

Berliner sind toleranter als die Deutschen insgesamt. Sie sind Freunde der Demokratie, lehnen autoritäre Staatsformen weitgehend ab, halten Homosexualität für völlig normal, heißen Flüchtlinge willkommen und finden nicht, dass in Deutschland zu viele Muslime leben. Allerdings haben sie kein Vertrauen in Politiker: Nur sechs Prozent gaben an, „alles in allem“ könne man Politikern vertrauen. Dagegen stimmten 51 Prozent dieser Aussage nicht zu. Der Rest antwortete „teils/teils“.

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Café auf Rädern bekommt Bauwagen hinzu

Die „Berliner Woche“ schreibt:

Der Bollerwagen des Cafés auf Rädern hat einen großen Bruder bekommen, einen Bauwagen. Dieser soll als mobiler Treffpunkt in dem Gebiet um den Boulevard Kastanienallee dienen und das Begegnungscafé in der Nachbarschaft unabhängiger von Wind und Wetter machen.

Seit 2014 tourt Barbara Jungnickel mit einem Bollerwagen durch den Kiez um den Boulevard Kastanienallee. Darauf sind ein Klapptisch, Klappstühle, Kannen und Geschirr. Das alles wird an unterschiedlichen Orten als Einladung zum gemeinsamen Kaffeetrinken, es gibt auch Tee, aufgestellt.

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Unzufriedenheit mit Demokratie im Osten doppelt so hoch

Das „Migazin“ berichtet:

Auf Werte wie Gleichheit, Freiheit und Chancengerechtigkeit können sich die meisten Menschen in Ost- und Westdeutschland einigen. Doch bei der Zufriedenheit mit der Demokratie zeigen sich in einer Umfrage große Unterschiede.

Ostdeutsche sind deutlich unzufriedener mit dem politischen System in Deutschland als Menschen im Westen. Wie eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung ergab, sind mit 28 Prozent fast doppelt so viele Ostdeutsche unzufrieden mit der Demokratie wie Westdeutsche mit 15 Prozent. Dennoch will laut der repräsentativen Umfrage nur eine kleine Minderheit von vier Prozent die Demokratie in Deutschland abschaffen.

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Neustart einer Kampagne für demokratische Entwicklung des Bezirks: Bunter Wind für Lichtenberg

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

„Bunter Wind für Lichtenberg“ heißt eine Kampagne, die am Donnerstag, 11. April,  mit einer Aktion auf dem Vorplatz des Bahnhofs Lichtenberg gestartet wurde. Sie steht für Solidarität und Menschenrechte im Bezirk. Damit wollen engagierte Lichtenberger ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierungen setzen.

121 Erstunterzeichner

„Bunter Wind für Lichtenberg“ hieß es erstmals 2014. Die Aktion wurde damals vom Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz im Rahmen der Proteste gegen einen damaligen extrem rechten Treffpunkt in der Lückstrasse ins Leben gerufen. Daran erinnerte auch Bürgermeister Michael Grunst (Linke). „Der Kiez weiß inzwischen, wie man mit der Szene umgehen muss“, sagte Grunst. Er betonte, dass das Bündnis eine breite Basis habe, die demokratischen Parteien aus der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung sind mit dabei, ebenfalls die Kirchen. So wie vor fünf Jahren wollen die Organisatoren deutlich machen, dass rechtsextreme und rechtspopulistische Anschauungen im Bezirk keine Chancen haben. Der Aufruf für ein buntes und tolerantes Lichtenberg wurde bis zum offiziellen Start am Donnerstag von 121 Unterstützern aus der Zivilgesellschaft sowie aus Initiativen, Vereinen und Politik unterzeichnet.

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Das „Café auf Rädern“ ist wieder unterwegs

Via „Quartiersmanagement Boulevard Kastanienallee“:

In der vergangenen Woche hat das „Café auf Rädern“ sein Winterquartier verlassen und ist nun wieder auf den Plätzen im Kiez unterwegs.

Erster Anlaufpunkt war der Hellwichstorp-Platz am U-Bahn-Ausgang Cottbusser Platz. Barbara Jungnickel musste nicht lange warten, bis sich die ersten Gäste einfanden zu einer Tasse Kaffee und einem Schwätzchen.
Wenn das Wetter es zulässt, die Sonne scheint und es nicht regnet, packt sie Tisch, Stühle und Kaffee- und Teekannen ein und sucht sich so ab 14 Uhr einen Platz. Der muss nicht immer ruhig sein, Hauptsache, sie wird gesehen. Einen Terminkalender hat sie nicht, mal ist sie ein- oder zweimal in der Woche unterwegs, manchmal auch mehr oder eben weniger. Die größten Chancen gibt es an der U-Bahn-Station Cottbusser Platz und am Eingang zum Regine-Hildebrandt-Park.
Das „Café auf Rädern“ ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf und wird von Barbara Jungnickel betreut.

Quelle

Aufruf zur Beteiligung an Fotoprojekt zum Thema 40 Jahre Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf

Im Rahmen der Vorbereitungen zum diesjährigen bezirklichen Demokratiefest „Schöner Leben ohne Nazis“ am 7.9.2019 auf dem Alice-Salomon-Platz, hat die Arbeitsgruppe des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf die Idee entwickelt zum 40. Geburtstag unseres Bezirkes und des 30. Jahrestages der „Wende“, eine Ausstellung zum Thema Demokratieentwicklung zu machen.

Wir möchten alle Bürger*innen in Marzahn-Hellersdorf dazu aufrufen in ihren privaten Archiven und/oder Unterlagen nach Bildmaterial, Zeitungsartikeln, Flyern, Plakaten oder ähnlichem zum Thema Demokratie(entwicklung) in Marzahn-Hellersdorf zu suchen und uns gegebenenfalls das entsprechende Material zur Umsetzung unserer Ausstellungsidee zur Verfügung zu stellen.

Ihre Impressionen bzw. Materialen können einen tollen Beitrag dazu leisten, ein vielseitiges Bild der Demokratieentwicklung in unserem Bezirk widerzuspiegeln. Egal ob politische Jugend- und Subkulturen noch zu DDR-Zeiten in den 80ern oder auch in der Nachwendezeit, verschiedene Protestformate (Anti-Hartz-IV-Proteste über Antinaziproteste bis hin zu Mieter*innenprotesten u.a.) oder selbstorganisierte Beteiligungsmodelle in den einzelnen Stadtteilen – all das soll abgebildet werden, um die Diversität der Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf aufzuzeigen. Natürlich können hierzu auch die Schattenseiten zählen (z.B. militante Naziszene oder Hooligans).

Wir werden mit Ihrer Hilfe versuchen die ganze Bandbreite der Demokratieentwicklung in den vergangenen 40 Jahren abzubilden. Um ein möglichst vollständiges und diverses Bild vermitteln zu können, sind wir allerdings auf Ihre aktive Zuarbeit angewiesen!

Bitte senden Sie Ihr Material (inklusive einer Einverständniserklärung zur Veröffentlichung – siehe: https://www.mahe40.berlin/upload.php) via E-Mail an Martin Kleinfelder vom Roten Baum: demokratie@roter-baum.berlin

Mit solidarischen Grüßen & vielen Dank für Ihr Engagement

Arbeitsgemeinschaft „Schöner Leben ohne Nazis“

Das Festkomitee verlost dann am 7.9.2019 unter den Teilnehmer*innen mehrere kleine Preise!

5.4.2019 Alice Salomon Hochschule: Bürgerforum: „Mein Bezirk wie er mir gefällt – Zukunft Marzahn-Hellersdorf“

Veranstaltungstipp am 5.4.2019 an der Alice Salomon Hochschule: Bürgerforum: „Mein Bezirk wie er mir gefällt – Zukunft Marzahn-Hellersdorf“

Im Bürgerforum wird über das Zusammenleben in Marzahn-Hellersdorf diskutiert.

Wie wollen wir in Marzahn-Hellersdorf zusammen leben?

Was gefällt mir gut?

Was kann man meiner Meinung nach verbessern?

Was kann jede/r Einzelne dafür tun kann, dass Marzahn-Hellersdorf auch in Zukunft ein lebenswerter Bezirk sein wird?

Im Bürgerforum wird über das Zusammenleben in Marzahn-Hellersdorf diskutiert. Es ist eine Chance für die Bürger_innen des Bezirks, die eigenen Nachbar_innen besser kennenzulernen und eigene Ideen zur Gestaltung und Entwicklung des Bezirks einzubringen.

Das Team des Demokratie-Forschungsprojekts „Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung“ berichtet kurz über die Forschung an der ASH Berlin zum Thema Demokratie und Gemeinwesen in Marzahn-Hellersdorf. Anschließend bietet das Bürgerforum einen Raum zum gemeinsamen Austausch über Themen wie Mieten, Kinder und Jugend, Bildung, Pflege und Alter, Freiraumgestaltung oder das Image des Bezirks. Alle sind herzlich willkommen, miteinander zu diskutieren und gemeinsam Verbesserungsvorschläge für den Bezirk zu entwickeln.

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.

Ort: ASH/Audimax Uhrzeit: 18.00 Uhr

Quelle

 

Die SPD muss mehr sein als der linke Flügel der CDU

Via „Süddeutsche Zeitung“:

In Europa ist die Zeit reif für mehr Gerechtigkeit und Solidarität – aber der Partei, die dafür zuständig ist, fehlen Zunder, Kraft und Begeisterung.

Das Buch vom Struwwelpeter ist 175 Jahre alt, es ist also noch älter als die SPD. Es stammt aus dem Jahr 1844, dem Jahr, in dem einer der Gründerväter der SPD geboren wurde – Paul Singer, seinerzeit ein ungeheuer populärer Mann. Er war Parteivorsitzender, lange Jahre zusammen mit August Bebel; er war Fabrikant, er war Sozialpolitiker, er war die treibende Kraft im Berliner Asylverein für Obdachlose, er war aktiv in der jüdischen Gemeinde, er leitete fast 20 Jahre lang virtuos die Parteitage der SPD. Seine Beerdigung im Jahr 1911 wurde zum größten Trauermarsch, den Berlin jemals gesehen hat; eine Million Menschen gaben Paul Singer die letzte Ehre.

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System ohne Stabilität: Der Niedergang der Volksparteien

Via „Blätter für deutsche und internationale Politik“:

von Oliver Nachtwey

Bis zum Jahr 2015 galt das deutsche politische System als Hort der Stabilität in Europa. Inzwischen kann davon immer weniger die Rede sein. Seit der Fluchtkrise von 2015 offenbaren sich massive gesellschaftliche Fragmentierungen und Spannungen, die sich über die letzten Jahrzehnte angestaut haben.

Seitdem erlebt das deutsche Parteiensystem einen tiefgreifenden Wandel, der es auf paradoxe Art europäisch normalisiert: Mit der Alternative für Deutschland (AfD) hat der Rechtspopulismus nun auch in die deutsche Politik endgültig Einzug gehalten. Gleichzeitig sind die Tage jener Frau gezählt, die in der internationalen Presse regelmäßig als mächtigste Frau der Welt bezeichnet wird: Angela Merkel. Die erneute große Koalition – aus der schieren Not geboren und von keinem Partner gewollt – ist ganz offensichtlich ein höchst fragiles Gebilde, bei dem sehr zweifelhaft ist, ob es dieses Jahr überleben wird. Bereits das langwierige Verhandeln von Jamaika samt anschließendem Scheitern hat gezeigt, dass die beiden großen Lager so weit unterspült wurden, dass CDU und SPD heute keine eigenen alternativen Zweier-Koalitionen mehr anführen können.

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