Jeder vierte Berliner hat gruppenbezogene Vorurteile

Das „Migazin“ berichtet:

Berlin wird einer Studie zufolge seinem Ruf als plurale Gesellschaft gerecht. Antisemitismus kommt dort vergleichsweise seltener vor. Es gibt aber auch Probleme: Flüchtlinge, Muslime sowie Sinti und Roma sind am häufigsten von Vorurteilen betroffen.

Berlin wird einer aktuellen Studie zufolge ihrem Ruf als plurale und multikulturelle Gesellschaft weitgehend gerecht. Doch es gibt auch Probleme: Flüchtlinge, Muslime sowie Sinti und Roma in Berlin sind am stärksten von Vorurteilen betroffen. Jeder vierte Berliner hat gruppenbezogene Vorurteile, heißt es in dem am Mittwoch präsentierten ersten „Berlin-Monitor 2019„.

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Der Berlin-Monitor 2019

Vernetzte Solidarität – Fragmentierte Demokratie

Berlin ist eine Stadt der Vielfalt, aber auch eine Stadt, in welcher Ungleichheitsverhältnisse wirksam sind. Wie nehmen die Berliner*innen das Leben und Zusammenleben im Land Berlin war? Wie weit verbreitet sind Vorurteile und die Abwertung von Anderen? Und wer macht welche Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung oder ‚Besonderung‘? Welche Gestaltungsräume werden wahrgenommen? Wer zieht sich zurück oder sieht keine Möglichkeit der Teilhabe? Und wie steht es um die demokratische politische Kultur Berlins?

Der Berlin-Monitor 2019 stellt erste Ergebnisse des Forschungsprojekts vor. Neben der Untersuchung politischer Einstellungen der Berliner Bevölkerung und deren Diskriminierungserfahrungen, liegt ein Schwerpunkt des Berichts auf der Verbreitung von antisemitischen Einstellungen und der Betroffenheit durch Antisemitismus. Dargestellt werden erste Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 2.005 Berliner*innen sowie der aktivierenden Befragung von Akteur*innen im Bereich Antisemitismus.

Pressemitteilung Universität Leipzig (Link)
Download: Berlin-Monitor 2019, Bericht (PDF)
Download: Berlin-Monitor 2019, Präsentation (PDF)

Siehe auch: Erster „Berlin-Monitor“ zur politischen Kultur und (anti)-demokratischen Einstellungen erschienen

Drei Viertel der Berliner sind mit Demokratie zufrieden

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Am Mittwoch wurden erste Ergebnisse des „Berlin-Monitors“ vorgestellt. Laut Antidiskriminierungssenator Behrendt zeigen die Ergebnisse „Licht und Schatten“.

Berliner sind toleranter als die Deutschen insgesamt. Sie sind Freunde der Demokratie, lehnen autoritäre Staatsformen weitgehend ab, halten Homosexualität für völlig normal, heißen Flüchtlinge willkommen und finden nicht, dass in Deutschland zu viele Muslime leben. Allerdings haben sie kein Vertrauen in Politiker: Nur sechs Prozent gaben an, „alles in allem“ könne man Politikern vertrauen. Dagegen stimmten 51 Prozent dieser Aussage nicht zu. Der Rest antwortete „teils/teils“.

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