Rechter Schulterschluss zum „Tag der Nation“

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Eine Melange aus Wutbürgern, Hooligans, Neonazis sowie anderen Akteuren des rechten Spektrums beteiligte sich an einem rassistischen Aufmarsch am 3. Oktober in Berlin. Aufgerufen hatte dazu der extrem rechte Verein „Wir für Deutschland“.

 

Zum Tag der Deutschen Einheit versammelten sich rund 1200 Neonazis und Flüchtlingsfeinde in der Hauptstadt. Vom Hauptbahnhof aus marschierte die Melange aus rassistischen Wutbürgern, organisierte Neonazis und rechten Hooligans, hermetisch abgeriegelt von einem Großaufgebot der Polizei, durch Berlin-Mitte. Unter dem Motto „Tag der Nation“ hatte der extrem rechte Verein „Wir für Deutschland“ (WfD) um den ehemaligen „pro Deutschland“-Funktionär Enrico Stubbe und dem Hobbyjäger Kay Hönicke seit Jahresbeginn zum 3. Oktober nach Berlin mobilisiert.  Bekannt war die Gruppe insbesondere durch die regelmäßigen „Merkel muss weg“-Aufmärsche (bnr.de berichtete regelmäßig, zuletzt) geworden.

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Krawalle in Chemnitz: Wie die Polizei eine Stadt den Rechten überließ

„Spiegel online“ berichtet:

Jagdszenen, schon wieder: Bei gewalttätigen Zusammenstößen sind in Chemnitz mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei hatte den rechten Aufmarsch unterschätzt – und musste den Mob gewähren lassen.

Der Neonazi stürmt los, reißt die Arme hoch, brüllt, winkt Richtung Demonstrationszug, seine Kameraden sollen ihm folgen. Mit einer Gruppe von zehn, zwölf Leuten rennt er die Treppe zu einer Terrasse hoch, die sich vor der Stadthalle ausbreitet. Oben stehen und sitzen Kameramänner, Schaulustige, Gegendemonstranten. Sie sehen die Angreifer nicht kommen. Der Neonazi packt einen jungen Mann von hinten, reißt ihn zu Boden und schlägt zu. Immer wieder.

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Nazi-Rochade in Berlin

Das „Apabiz“ schreibt:

Am 18. August zogen rund 700 Neonazis ohne größere Störungen durch Berlin, um dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu huldigen. Aufgrund einer unattraktiven Route und um Gegenproteste zu umgehen, wurde der Aufmarsch kurzfristig von Spandau nach Friedrichshain und Lichtenberg verlegt. Es bleibt zu befürchten, dass sich solche Szenen in Zukunft wiederholen.

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NS-Verherrlicher wurden unterschätzt

Die „taz“ schreibt:

700 Neonazis feiern den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß und ziehen unter massivem Polizeischutz ungehindert durch Berlin. Das muss sich ändern.

Die Bilder von diesem Samstag sind schrecklich: Da laufen 700 Neonazis uniform in Schwarz und Weiß gekleidet hinter einem Banner mit der Aufschrift „Ich bereue nichts – Nationale Sozialisten Berlin“ durch Friedrichshain und Lichtenberg, dicht eskortiert von mehreren hundert Polizeifahrzeugen und mehreren tausend Polizisten. Mehr Schutz, zumindest auf dem ersten Kilometer hinter dem Startpunkt (ausgerechnet dem Platz der Vereinten Nationen), kann es eigentlich nicht geben.

Und unverhohlener kann auch kaum NS-Verbrechen und -Verbrechern gehuldigt werden: Das Zitat bezieht sich natürlich nicht auf Edith Piaf, sondern gilt als ideologisches Vermächtnis von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, der sich fast auf den Tag genau 31 Jahre zuvor im Kriegsverbrechergefängnis in Spandau das Leben genommen hat.

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Polizeieskorte für Neonazi?

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Rund 500 Neonazis haben in Berlin des Kriegsverbrechers Rudolf Heß gedacht. Auf der Demonstration kam es zu Gewalt. Für Irritationen sorgte eine Aktion der Polizei.

In brennender Hitze stehen 50 Herren in weißen Hemden im Berliner Randbezirk Spandau. Sie sind einer groß angekündigten Demonstration der NPD gefolgt, die seit Monaten für das unter Rechtsextremen historische Gedenken geworben hatte: den Aufmarsch zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß. 500 Neonazis sollten anreisen.

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Aktualisierte Einschätzung zum Rudolf-Heß-Marsch am 18. August 2018

Die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ schreibt:

Mehr als 1.000 Neonazis erschienen im vergangenen Jahr in Berlin, seit April dieses Jahres wird für den 18. August 2018 erneut ein Aufmarsch zum Gedenken an Rudolf Heß angekündigt. Der Aufmarsch anlässlich des Jahrestages des Suizids des Hitler-Stellvertreters soll aller Voraussicht nach wieder [1] unter dem Motto „Mord verjährt nicht“ in räumlicher Nähe zum Standort des ehemaligen alliierten Kriegsverbrechergefängnisses durch den Bezirk Spandau führen. Die Beteiligung einer vierstelligen Anzahl an rechtsextremen Teilnehmenden ist auch in diesem Jahr, trotz schwächerer Mobilisierung, nicht unrealistisch. Hier finden Sie unsere kurze Einschätzung zu dieser neonazistischen Versammlung.

1.200 aktionsorientierte Neonazis und Mitglieder rechtsextremer Parteien aus dem gesamten Bundesgebiet sowie kleinere Delegationen aus mehreren europäischen Ländern waren 2017 angereist. Weitere 250 Neonazis demonstrierten zudem parallel und „spontan“ in Falkensee (Brandenburg). Auf dem Fronttransparent des Aufmarsches in Spandau prangte das Schlusswort von Rudolf Heß als Angeklagter im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: „Ich bereue nichts.“[2] Als die Rechtsextremen auf Grund einer zivilgesellschaftlichen Blockade umkehren und auf eine Ausweichroute geleitet werden mussten, griffen gewaltbereite Rechtsextreme aus dem Aufzug heraus Passant_innen, Journalist_innen und Gegendemonstrant_innen an.[

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Update 4 +++ Samstag, 18.08.2018, ab 9.00 Uhr, Spandau: Breite Proteste gegen den rechtsextremen „Heßmarsch“

„Berlin gegen Nazis“ berichtet:

Am 18. August ist ab 12 Uhr ein erneuter rechtsextremer Aufmarsch in Spandau angemeldet. Thema des Aufmarsches ist der 31.Todestag des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß, der am 17. August 1987 in einem Gefängnis in der Spandauer Wilhelmstadt Selbstmord begangen hatte. Diverse Protestbündnisse mobilisieren gegen den Neonazi-Aufmarsch. Aktuell liegt eine weitere Anmeldung für einen rechtsextremen „Heßmarsch“ in Mitte vor. Alle Informationen (Stand: 13.08.) dazu im Folgenden.

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Rudolf-Heß-Demo in Berlin: Aufmarsch der Untoten

Die „taz“ berichtet:

Zum Todestag von Hitlers Stellvertreter beschwören Nazis wieder den Mord-Mythos. Je mehr Rechte kommen, desto mehr Geld gibt es für Seenotretter.

BERLIN taz | Vielleicht glauben sie es wirklich: dass Rudolf Heß, Hitlers Stellvertreter, nach 43 Jahren im alliierten Kriegsverbrechergefängnis in Spandau ermordet wurde. Dass sich noch jemand die Finger schmutzig machte an dem 93-Jährigen, der im Laufe seines Lebens mindestens vier Suizidversuche unternommen hatte, bis der letzte am 17. August 1987 erfolgreich war.

Jedenfalls ist die Geschichte des Mordes an Rudolf Heß eine, die in der rechtsextremen Szene verfängt und die heroischer zu erzählen ist als die des Suizids, der aus völkischer Ideologie heraus betrachtet ja irgendwie undeutsch und unmännlich ist. Und so begeht die Szene alljährlich den Todestag von Heß, auch weil dieser mit der Ideologie des Nationalsozialismus nie gebrochen hat, und hält weiter fest an der Mär um seinen Tod.

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Organisation der Berliner AfD-Demo: Aber bitte nicht zu rechtsextrem

Via „taz“:

Die geplante AfD-Demo wird auch zur Plattform der Parteifunktionäre. So mancher im Bundesvorstand sieht die Kundgebung als Risiko.

BERLIN taz | Eigentlich hatte Guido Reil sich das anders vorgestellt. Reil, Bergmann und Ex-Sozialdemokrat, ist der Vorzeigemalocher der nordrhein-westfälischen AfD und sitzt seit vergangenem Jahr im Bundesvorstand der Partei. In der Bundesgeschäftsstelle hat Reil für drei Wochen einen Schreibtisch bezogen, von dort organisiert er die bundesweite Demonstration, die die AfD für kommenden Sonntagmittag in Berlin plant. Zehntausend TeilnehmerInnen hat die Partei bei der Polizei angemeldet.

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Flüchtlingsfeinde auf zwei Rädern

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Rund 400 Menschen folgten am Sonntag einem Aufruf der „Biker für Deutschland“ zu einer flüchtlingsfeindlichen Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin.

Unter der schwammigen Forderung „für mehr Schutz der deutschen Bevölkerung“ kamen am Sonntag rund 400 Menschen am Brandenburger Tor zusammen. Zunächst hatte sich der Großteil am Olympiastadion getroffen und war dann als Motorradkorso nach Mitte gefahren. Vor wem die Bevölkerung geschützt werden solle, daran ließen die Redner keine Zweifel. Die Veranstaltung entpuppte sich als flüchtlingsfeindlicher Aufmarsch.

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