Nationale Armutskonferenz: Menschen haben nicht genug zum Leben

Das „Migazin“ schreibt:

Keine Extras, kein Urlaub, kein Kinobesuch und neue Turnschuhe für die Kinder nur, wenn die Mutter das Geld dafür mühsam zusammenspart: So sieht das Leben für Menschen aus, die in Deutschland zu den Armen gezählt werden – darunter viele Migranten.

Alle drei Jahre veröffentlicht die Nationale Armutskonferenz ihren „Schattenbericht„, in dem sie die stabil hohen Armutszahlen anprangert und Betroffene selbst zu Wort kommen lässt. Unverändert und trotz der guten Wirtschaftsentwicklung leben dem jüngsten Bericht zufolge rund 16 Prozent der Bevölkerung an der statistischen Armutsgrenze. Unter dem Titel „Armut stört“ wurde der Bericht am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Die Linkspartei warf der Koalition vor, im Kampf gegen Armut zu versagen.

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30.9.2018 Marzahn: Erntedankfest – Gemeinsam stark für Vielfalt und Mitmenschlichkeit

Via „Laib und Seele Marzahn“:

Rund um den 30. September 2018 öffnen die Tafeln zum 12. Mal ihre Pforten und laden im Jubiläumsjahr zum 12. Tafel-Tag ein. Unter dem Motto „Gemeinsam stark für Vielfalt und Mitmenschlichkeit“ stellen die Tafeln ihre Arbeit der interessierten Öffentlichkeit vor. Überall in Deutschland wird so auf die Armut in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht – und gleichzeitig für das ehrenamtliche Engagement geworben.

FB-Veranstaltung hier.

Butterwegge: „Das Ganze hat eine rassistische Note“

Via „Deutschlandfunk“:

Die Entscheidung der Tafel in Essen, zunächst keine zusätzlichen Ausländer mit Lebensmitteln zu unterstützen, sorgt weiter für Wirbel. Auch der Armutsforscher Prof. Christoph Butterwegge übt Kritik am Vorgehen

DW: Professor Butterwegge, ein Kunde der Essener Tafel hat zu Protokoll gegeben: „Früher hätte die SPD dafür gesorgt, dass es erst gar nicht soweit kommt.“ Stimmt das?

Christoph Butterwegge: Ja, natürlich. Das zentrale Thema ist ja der sukzessive Abbau des Sozialstaats in Deutschland. Die Stichworte lauten: Agenda 2010 und Hartz IV-Gesetze. Was wir hier erleben, sind die Folgen des schleichenden Abbaus der sozialen Sicherungen, den ich ja seit langem kritisiere.

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Die Geister selbst gerufen

Das „Neue Deutschland“ schreibt:
Studie verweist auf den Zusammenhang zwischen Sozialabbau und Rechtspopulismus
Eine der wichtigsten Lehren aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Erkenntnis, dass Menschen, deren Existenz bedroht ist, sich radikalen Ideen, die Lösungen für ihre Probleme anzubieten scheinen, leichter zuwenden. So sind Hitler und der Faschismus kaum denkbar ohne den Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und der damit einhergehenden Massenarbeitslosigkeit, des Abstiegs des Kleinbürgertums und des radikalen Sparkurses der deutschen Reichsregierung. In der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs war man sich des fragilen Gleichgewichts der sozialen Welt sehr bewusst, und auch die bürgerlichen Parteien verfolgten nicht zuletzt angesichts der Blockkonfrontation eine Politik des sozialen Ausgleichs.

Familien mit geringem Einkommen: Leben am Rande der Armut

Der „Deutschlandfunk“ berichtet:

Familien in Deutschland sind ärmer als bislang angenommen – das ist das Ergebnis einer Bertelsmann-Studie. Ein Grund: Viele Leistungen kommen gar nicht bei sozialhilfeabhängigen Familien an. Aber wie sieht der Alltag von armen Familien aus? Eine Spurensuche in Berlin Hellersdorf.

Der Bezirk Marzahn Hellersdorf hat mit 37 Prozent den weitaus höchsten Anteil an Alleinerziehenden aller Berliner Bezirke. Vierzig Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren wachsen dort in Familien auf, die Hartz IV beziehen.

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung leben in Deutschland mittlerweile 18 Prozent der Minderjährigen in Ein-Eltern-Familien – in Berlin sogar jedes dritte Kind.

„Nudeln Bolognese, Paprika, Gurke, Melone. Wir packen immer 100 Teller raus, und ich denke mal, so 80 dürften das schon gewesen sein.“

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Armut in Deutschland: Zahl der Wohnungslosen stark gestiegen

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Hunderttausende Menschen in Deutschland haben kein festes Dach über dem Kopf. Seit 2010 wuchs diese Gruppe von 248.000 auf 335.000 Personen an. Die Regierung sagt, an fehlendem Wohnraum liege es oft nicht.

Die Zahl der wohnungslosen Menschen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Sie wuchs von 248.000 Personen im Jahr 2010 auf zuletzt 335.000, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Betroffen waren 29.000 Kinder und 306.000 Erwachsene, davon mit 220.000 Personen der Großteil Männer.

Wohnungslos sind Menschen, die auf der Straße leben, die ohne Mietvertrag in Wohnungen auf Kosten des Staats untergebracht sind, die in Notunterkünften oder Heimen untergebracht sind oder bei Verwandten untergekommen sind.

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