Raus aus dem tiefen, dunklen Loch

Langzeitarbeitslose haben ihre eigene Gruppe im Stadtteilzentrum gegründet:

Marzahn. Es sei, als fiele man in ein tiefes, dunkles Loch und komme einfach nicht mehr heraus, obwohl man immerzu strample, sagt Gudrun B. Die Stimme der 53-Jährigen klingt brüchig, wenn sie über die Jahre ihrer Arbeitslosigkeit erzählt. Den letzten sozialversicherungspflichten Job hatte sie 2005. Seitdem hangelte sich die zu DDR-Zeiten als Facharbeiterin für Fernschreibverkehr Ausgebildete von Maßnahme zu Maßnahme, vom Bewerbungstraining zur Umschulung und zurück. Gebracht hat das alles wenig, einen festen Arbeitsplatz hat sie nie mehr gefunden. Auch, weil mit der langen Arbeitslosigkeit gesundheitliche Probleme begannen: „Du hast das Gefühl, Du bist überhaupt nichts mehr wert. Du traust Dich kaum noch aus dem Haus, fühlst Dich völlig hilflos“, sagt sie.

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