Pressemitteilung von ReachOut: 2018 ist die Zahl der Angriffe in Berlin gestiegen

2018 ist die Zahl der extrem rechten, rassistischen und antisemitischen Angriffe in Berlin gestiegen. Rassismus ist das häufigste Motiv.

ReachOut, die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, verzeichnet 309 Angriffe für das Jahr 2018. Das ist ein Anstieg um 42 Gewalttaten und massive Bedrohungen im Vergleich zu 2017. Rassismus steht als Tatmotiv im Vordergrund. Mindestens 423 Menschen werden verletzt und bedroht.

Insgesamt erfasst ReachOut 309 Angriffe für das Jahr 2018 (2017: 267). Mindestens 423 (2017: 374) Menschen werden verletzt, gejagt und massiv bedroht. Darunter sind 19 Kinder und 47 Jugendliche. Außerdem mussten 19 Kinder miterleben, wie ihre Eltern geschlagen, bespuckt und gedemütigt wurden.

Über 50% der Angriffe sind rassistisch motiviert. Somit ist Rassismus mit 167 Taten das häufigste Motiv in Berlin (2017: 140 von 267). Die antisemitischen Gewalttaten sind von 13 auf 44 gestiegen. Die LGBTIQ*-feindlichen Angriffe sind nahezu konstant hoch mit 63 Taten (2017: 67). Die Attacken und Bedrohungen gegen politischen Gegner*innen sind gesunken. Gegen sie richteten sich 23 Angriffe (2017: 40). Zudem erfuhr ReachOut von 8 Angriffen gegen obdachlose Menschen.

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Siehe auch:

Rechte Angriffe in Berlin und Brandenburg nehmen zu (Tagesspiegel vom 6.3.2019)