metroZones goes urbanize! Von Spandau über Kreuzberg nach Hellersdorf

Am urbanize!- Festival 2018 in Berlin vom 5. bis 14. Oktober beteiligt sich metroZones mit drei Veranstaltungen: Von den Rändern aus durchqueren wir die Stadt, betrachten das Verhältnis von Zentren und Peripherien, diskutieren mit lokalen Akteuren und internationalen Gästen über Raumnahmen und Stadtproduktion. Mit einer translokalen Perspektive, also der Verknüpfung verschiedener urbaner Lokalitäten, erkunden die Stadt als real existierende Kosmo-Polis, in der urbane Teilhabe der Verschiedenen – schon hier Lebende, neu dazu Kommende – immer wieder neu verhandelt werden muss.

Dazu bringen wir in Spandau Herrstrasse Nord eine wohlfahrtstaatlich regulierte Urbanität mit informellen Dynamiken aus Tiflis ins Gespräch, fragen am Moritzplatz mit Gästen aus London, New York und Hamburg nach der Rolle digitaler Technologien für die Neuformatierung des Städtischen und diskutieren mit Akteuren aus Hellersdorf über Citizenship und Stadtgesellschaft.

berlin.urbanize.at // www.metroZones.info

Samstag 6.10.2018 15:00 – 18:00
Treffpunkt (14:45): Staaken Center (Haupteingang), Obstallee 28, Spandau

Self Made Urbanism Spandau/Tiflis
Von leeren Parkhäusern, umgenutzten Garagen
und Kamikaze-Balkons

Wohlfahrtstaatlich regulierte Urbanität vs. dynamische Raumerweiterungen. Wie funktioniert Urbanität in zwei Großwohnsiedlungen in so unterschiedlichen Kontexten wie Berlin-Spandau und Tiflis in Georgien? Ein Miniaturworkshop mit Bildern und Thesen der georgischen Architektin Tinatin Gurgenidze zu den Gldani Garagen in Tiflis, lokalen Expertisen aus Spandau und städtischen Erkundungen vor Ort untersucht das Verhältnis zwischen formalen Strukturen und informellen Dynamiken.

In Zusammenarbeit mit dem Gemeinwesenverein Heerstraße Nord

berlin.urbanize.at/veranstaltungen/self-made-urbanism/

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Mittwoch 10.10.2018 9.00 – 22.00
Bona-Peiser Bilbliothek (ehemalige Stadtteilbibliothek), Oranienstrasse 72, Kreuzberg

Under the Platform
Digital Economies in the Urban Everday

Ein Gespräch zur Neuformatierung von städtischem Raum durch digitale Technologien und Plattform-Ökonomien – von der kreativen zur algorithmus-gesteuerten Stadtproduktion?

Vor fünf Jahren hat metroZones den Creative Industrie Cluster Moritzplatz untersucht. Heute scheint das Credo der kreativwirtschaftlichen Stadtproduktion dem digitalwirtschaftlichen zu weichen; allerorten ist von urbaner Smartness, Webtech und Startup-Ökosystem die Rede. Was bedeutet das Vordringen von „Plattform-Kapitalismus“ und Netztechnologien für den städtischen Alltag? Eine translokale Erkundung zwischen Moritzplatz, Brooklyn, London und Hamburg, mit Adam Greenfield, Amanda Wasielewski und Ulf Treger,

berlin.urbanize.at/veranstaltungen/under-the-platform/

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Samstag 13.10.2018 15:00 – 18:00
Station urbaner Kulturen, Auerbacher Ring 41 (Eingang Kastanienboulevard), Hellersdorf

Neues Hellersdorf
Acts of Citizenship

Was verändert sich in in der Großwohnsiedlung Neues Hellersdorf im Spagat zwischen Rechtsruck und migratischer Aneignung? Durch Erzählungen von alltäglichen Praktiken der Wohnungs- und Arbeitssuche, einem Gespräch zu einer Politik des Urban Citizenship, sowie einer Querkopplung zu ähnlichen Siedlungen in Frankreich wird das Recht auf Stadt und urbane „Normalität“ diskutiert.

Mit Mohammad Al Khatib, Renaud Epstein, Jihad Issa, Sajid Khan, Henrik Lebuhn, Adam Page, Habibullah Safi, Birgit Schlieps

18:30 Uhr Ausstellungseröffnung
KREISE ZIEHEN (Teil 2) – Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst
mit Renaud Epstein und Stadtteilforum IDEE 01239 (mit Ulf Aminde, Torsten Birne, Margit Czenki, Thilo Fröbel, Andreas M. Fohr, Eva Hertzsch und Adam Page, Matthew Houlding, Felix Liebig)

berlin.urbanize.at/veranstaltungen/neues-hellerdorf/
www.kunst-im-untergrund.de

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