Marzahn-NordWest

Der Stadtteil Marzahn-Nord liegt am äußersten nördlichen Rand von Marzahn und grenzt direkt an das Land Brandenburg und den Stadtteil Lichtenberg. Eingerahmt wird er von der Ahrensfelder Chaussee und dem Eichepark.

Berlin-Ahrensfelde ist eine inoffizielle Bezeichnung des nördlichen Teils des Berliner Ortsteils Marzahn im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit 23.459 Einwohnern (2015) (Bis 2030 wird ein Anstieg auf 24.217 prognostiziert). Offiziell wird die Ortslage als Marzahn-Nord bezeichnet.  Seit 2010 gab es einen Bevölkerungszuwachs um 4,2% bzw. 761 Menschen. Es leben 2015 insgesamt 5133 Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil, davon 3.070 Deutsche mit Migrationshintergrund und 2.063 Ausländer*innen. Wie in Hellersdorf-Nord auch hat jeder fünfte Einwohner (21,9 % – der höchste Anteil stadtteilweit in ganz MaHe) von Marzahn-Nord einen Migrationshintergrund. Davon sind 13,1 % (plus 0,2% zum Vorjahr) Deutsche mit Migrationshintergrund und 8,8 % (plus 12,7 % zu 2014) Ausländer*innen.

In den beiden Sozialräumen in welchen das Projekt Ponte intervenieren wird – Havemannstraße (PLR 02) und Marzahn-West (PLR 01) leben 17.840 bzw. 8.265 Menschen. In Marzahn-West haben 23,5 % der dort lebenden Menschen einen Migrationshintergrund, im Sozialraum Havemannstraße 21,4 %.

Ein Teil der in den 1980er Jahren entstandenen Wohnbebauung lag auf dem Gebiet der Gemeinde Ahrensfelde im damaligen Bezirk Frankfurt (Oder), wurde jedoch postalisch zu Berlin gezählt und gehörte faktisch zum ehemaligen Berliner Stadtbezirk Marzahn. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde das Gebiet offiziell nach Berlin umgegliedert. Der westlich der Wohnbebauung liegende Endhaltepunkt der Berliner S-Bahn befand sich bereits zuvor auf Berliner Territorium.

In diesem Stadtteil gibt es 12 Kindertagesstätten, ein Kinder-, Jugend- und Familienzentrum, sowie die Stadtteilzentren “Nachbarschaftshaus “Kiek in” und “Kietztreff Marzahn-West”.

„Die Infrastruktur im Gebiet umfasst neben vier Grund- und zwei weiterführenden Integrierten Sekundarschulen (ISS) ebenfalls zwei Förderzentren, welche im Rahmen des INKA-Prozesses auslaufen und als Grundschule bzw. Gemeinschaftsschule von Klassenstufe 1 an heranwachsen sollen.

Darüber hinaus wurde die Marcana-Schule, ehemaliges Förderzentrum „Sprache“, im Rahmen eines Aktionsraum plus–Projektes zu einer Quartiersschule entwickelt. Dieses Projekt hat das Ziel, eine stärkere Öffnung der Schule im Sozialraum zu bewirken, insbesondere durch die Möglichkeit quartiersbezogener Nutzung  an der Schule sowie durch die Verzahnung mit außerschulischen Lernangeboten im Gebiet.“ (Quelle IHEK 2014)

Lage und Besonderheiten

Das Gebiet erstreckt sich zwischen der Märkischen Allee im Westen, dem Seelgraben im Süden sowie der Gemeinde Ahrensfelde im Norden und Osten.

In den 2000er Jahren wurde das Gebiet über die Grenzen Berlins hinaus bekannt, durch das in der Fachwelt viel beachtete Projekt der Ahrensfelder Terrassen. Dort wurden in mehreren Straßen elfgeschossige Plattenbauten auf eine Höhe von drei bis sechs Stockwerken zurückgebaut und saniert. Die verbliebenen Wohnungen erhielten vollständig neue Zuschnitte, sodass nun eine große Vielfalt verfügbar ist. Gerade im Kontext der Diskussion um „schrumpfende Städte“ infolge von Deindustrialisierung und Migration (Abwanderung von Bevölkerungsteilen), fand das Projekt als eine bauliche Strategie viel Aufmerksamkeit unter Stadtplanern, Architekten und Geografen.

Aktuell wächst der Stadtteil hingegen (siehe oben) – wie der gesamte Bezirk Marzahn-Hellersdorf wieder.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Ahrensfelde und Demographiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2015

Aktuelle Daten und Analysen finden sich im neuen IHEK (Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept) des Quartiersmanagements Marzahn-NordWest – einzusehen hier: IHEK QM Marzahn NordWest 2017.pdf

Das Projekt Ponte wird in den beiden Sozialräumen von Marzahn-Nord (Marzahn-West und Havemannstraße) mit seiner Arbeit beginnen. Vor allem geht es darum rund um die im Bau befindliche Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung zu betreiben. Wir wollen gemeinsam mit den Einheimischen, den bereits hier lebenden Migrant*innen und den neuen Nachbar*innen in der MUF gemeinsame Projekt für ein friedliches und solidarisches Miteinander auf die Beine stellen. Hierfür können ab Anfang 2017 Fördergelder aus unserem Aktionsfonds für interkulturelle Aktivitäten im Stadtteil beantragt werden (näheres dazu demnächst hier).

Marzahn-Nord: Die erste Berliner MUF in der Wittenberger Straße 16 wurde Anfang 2017 für bis zu 450 Geflüchtete Menschen eröffnet.  Die oben aufgeführte enorm schlechten Sozialdaten, die extrem hohen Wahlergebnisse für die AfD und auch die Probleme der in hoher Anzahl hier lebenden Russlanddeutschen und Vietnames*innen sprechen eindeutig für eine Intervention vor Ort! Anknüpfungspunkte sind bestehende Vernetzungsrunden im Stadtteil, das Quartiersmanagement Marzahn Nord/West, die örtlichen Stadtteilzentren (Nachbarschafts- und Familienzentrum „Kiek in“ und das Stadteilzentrum Kiez-Treff West), die Migrant*innenselbstorganisationen „Reistrommel e.V.“ und „Vision e.V.“, die verschiedenen JFEs und die Streetworker vom Outreach-Team NordWest, Kitas und Schulen, das örtliche Jugendamt und der Migrationssozialdienst. Zudem befindet sich die trägereigene JFE UNO in Marzahn Nord. Angegliedert ist dort auch noch die Nebenstelle der MSO Reistrommel e.V. und das Jugendamt. Zudem befindet sich die JFE UNO an der Schnittstelle zwischen Marzahn-West und Marzahn-Nord und könnte somit auch im Stadtteil über das Projekt Ponte Brücken bauen, um die vermeintliche Teilung durch die Gleise der S-Bahnlinie 7 bzw. des Regionalverkehrs weiter zu überwinden.

Integrationsfördernde Projekte im Stadtteil Marzahn-Nord:

AWO Spree-Wuhle e.V.

Schwarzwurzelstraße 48, 12689 Berlin

Ansprechperson : Dr. Sufian Weise

Telefon : 030/93029863

E-Mail: s.weise@awo-spree-wuhle.de

Webseite : www.awo-spree-wuhle.de/roma-projekt

Öffnungszeiten: Mo – Do 09 – 17 Uhr

Beschreibung :

Das Projekt „Vorurteilsbewusste Bildungsangebote für Roma-Familien in Marzahn-Hellersdorf“ unterstützt die Roma-Familien in Marzahn-Hellersdorf durch Bildungsangebote wie Sprachtraining, Elterngespräche, „Gesundes Kochen und Backen“, Hausaufgabenhilfe für Kinder sowie eine Mutter-Kind-Gruppe und wird durch „Aktion Mensch“ gefördert.

Regelmäßige Angebote:

  • Hausaufgabenhilfe für Roma-Kinder und -Jugendliche: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 14.30 bis 17.00 Uhr
  • Interkultureller Kaffee-Treff mit Nicht-Roma-Eltern als Erfahrungsaustausch (alle zwei Wochen): Mittwoch 10.00 bis 12.00 Uhr

Das Programm BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften):


Die anhaltende Zuwanderung nach Berlin und die hohe Anzahl aufgenommener Geflüchteter stellt die Stadt Berlin vor neue Herausforderungen. Zur Stärkung des Zusammenhaltes sind daher intensive Dialoge und gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft erforderlich. Für die Geflüchteten steht langfristig neben den Hilfestellungen für die Integration auf dem Arbeitsmarkt und in Bildungseinrichtungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Fokus. Um dies zu gewährleisten, müssen Zugänge in die Zivilgesellschaft geschaffen werden. Hierfür bietet der Sozialraum viele Chancen, ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Begegnungen zwischen neuen und alten Nachbar*innen.Mit BENN sollen neue und alte Nachbar*innen dazu aktiviert werden, gemeinsame Aktionen durchzuführen sowie nachbarschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden. Geflüchtete werden unterstützt, ihre eigenen Lebenswege und Lebensräume selbst bestimmt zu gestalten.

Mehr Infos zu BENN in Marzahn NordWest gibt es hier.

Caritas Migrationszentrum Berlin-Marzahn

Borkheider Str. 30, 12689 Berlin (Stadtplan)

Migrationsberatung erwachsener Zuwanderer (MBE): Beratung für MigrantInnen über 27 Jahre in den ersten drei Jahren nach Einreise oder mit besonderem Integrationsbedarf/
Jugendmigrationsdienst (JMD): Beratung für MigrantInnen im Alter von 12 bis 27 Jahren/
Migrationssozialdienst (MSD): Bezirkliche Fachstelle für Migration & Integration in Kooperation mit dem Landesverband der Volkssolidarität e.V.- Hilfe bei Bewältigung von alltäglichen Problemen
– Beratung bei aufenthaltsrechtlichen Fragen
– Unterstützung bei der Lebens- und Berufsplanung
– Beratung bei der Sicherung sozialer Leistungsansprüche
– Hilfe bei der sprachlichen Integration
– Vermittlung in Angebote der Regeldienste und Stadtteilzentren
– Mitarbeit in örtlichen Netzwerken und Gremien

Interkultureller Garten

Golliner Straße 8-10, 12689 Berlin

E-Mail: qm-nordwest@gmbh-kiekin.de

 
Mobile Beratung für geflüchtete Frauen
 
Aufsuchende Beratung zur beruflichen Integration in Deutschland, zu Integrations- und Sprachkurse, Anerkennung von Abschlüssen, Nachholen von Abschlüssen, Anpassungsqualifizierungen, Stellensuche, Bewerbung, Gepflogenheiten im Arbeitsleben usw.
 
Ansprechpartnerin: Julia Rometsch
 
Frauenzentrum Marie e.V.
 
Marie e.V. unterstützt seit 1990 Frauen bei der Umsetzung ihrer beruflichen Ziele und Wünsche mit Beratungs- und Bildungsangeboten.
 
Flämingstraße 122, 12689 Berlin
Karin Gaulke, Viola Godemann, 030/97 89 10 01
 

Reistrommel e.V.

Märkische Allee 141, 12689 Berlin

Telefon : 030/93491465

E-Mail:info@reistrommel-ev.de

Beschreibung :

Integrationsförderung durch Beratung, Sprachkurse, Kinder- & Jugendarbeit und Interkulturelle Projekte.
Reistrommel e.V. verpflichtet sich seit der Gründung im September 1993 der Idee sozialer Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen unabhängig von ihrer Herkunft das Recht der Chancengleichheit erhalten, um ein Leben in Würde zu führen und ihre Persönlichkeit frei zu entfalten. Die Idee wird getragen vom Prinzip der Toleranz, Offenheit und Vielfalt.

Infos dazu auch hier.

Vision e.V.

Petersburger Strasse 92, 10247 Berlin

Ansprechperson : Alexander Reiser

Telefon : 030/43208872

E-Mail: vision-ev@gmx.de

Webseite : nachbarn-online.eu

Beschreibung :

Vision e.V. wurde im Jahre 2000 mit der Zielsetzung gegründet, interkulturell und intergenerativ in Marzahn zu wirken. Vision e.V. setzt sich seitdem für die soziale und gesellschaftliche Integration der Eingewanderten und insbesondere für die Förderung der Interkulturalität und des herkunftsübergreifenden Zusammenlebens in NordWest als Träger aus dem Stadtteil ein.

Angebote:

Russisch für Kinder

Unterricht in russischer Sprache für Vorschulkinder und Grundschule Kinder, jeden Dienstag von 16.00 bis 17.00 Uhr

Ansprechpartnerin Halina Hermann

Handarbeitsgruppe

Treffen sich jeden Freitag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr um sich gegenseitig mit Handarbeitstechniken auszutauschen, Erzeugnisse zeigen und sich unterhalten.

Ansprechpartnerin Nina Gaus

Weltgewandt e.V. (Neu! Stand: Juli 2017):

1001 Wort. Gesprächscafé für Alt- und Neu-Berliner: Was macht die Vier im Klavier? Seit wann hat die Zeit ein Fenster? Enthält der Schmaus eine Maus? Das Gesprächscafé bietet die Gelegenheit zu Austausch und Begegnung. Ob Sprüche klopfen, Buchstabensalat, Wortakrobatik, im Mittelpunkt stehen die Freude an der deutschen Sprache und der „Fremdenverkehr mit Einheimischen“.

Wann, Wo, Kontakt, Info: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 14.00 – 16.00 Uhr, NFZ „Kiek in“, Rosenbecker Straße 25/27, 12689 Berlin, Telefon 030 – 22 80 82 35. Internet www.kiekin.org. + www.weltgewandt-ev.de.

Lebenswandel – Freies Theater für Einheimische und Zugewanderte: Lust, sich zu bewegen, zu lachen, Theater zu spielen?

Wann, Wo, Kontakt, Info: Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat, 16.00 – 19.00 Uhr, NFZ „Kiek in“, Rosenbecker Straße 25/27, 12689 Berlin, Telefon 030 – 22 80 82 35. Internet www.kiekin.org + www.weltgewandt-ev.de.

  • Beratung und Auskunft zum SGB II und rund um Hartz IV

Es berät ein profunder Experte in Sachen Hartz IV – Andreas Wallbaum, siehe www.hartzerroller.de

Jeden 2. Donnerstag im Monat, ohne Voranmeldung, Vergabe von 7 Wartenummern

Ansprechpartnerin: Karin Gaulke, jeden Donnerstag von 14.00 – 17.00 Uhr im

Bezirks- und Stadtteiltreffs:

Jugendamt Regionaler Dienst Marzahn-Nord

Märkische Allee 414, 12689 Berlin

Telefon 030/90293-7301

E-Mail regionalteam1@web.de

Kiez-Treff West Clubraum

Ahrensfelder Chaussee 148, 12689 Berlin

Telefon 030/93663388

E-Mail kieztreffw@verein-kiekin.de

Kinder-, Jugend- und Familienzentrum „Haus Windspiel“

Golliner Straße 4-6, 12689 Berlin

Ansprechperson Herr Jörg Rohrpasser, Leitung

Telefon 030/93499264

E-Mail kjfz-haus-windspiel@jao-berlin.de

Quartiersmanagement Marzahn-Nordwest

Havemannstraße 17A, 12689 Berlin

Telefon 030/93024409

E-Mail qm-nordwest@gmbh-kiekin.de

Stadtteilbibliothek Heinrich-von-Kleist

Havemannstraße 17A, 12689 Berlin

Telefon 030/9339380

Stadtteilzentrum Marzahn-NordWest

Jochen Kramer

Bereichsleiter Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit / Leiter STZ Marzahn NordWest

Tel.: 030/93492657 E-Mail: jochen.kramer@gmbh-kiekin.de

https://kiekin.org/aufgabenbereich/stadtteilzentrum-marzahn-nordwest

Jugendfreizeiteinrichtungen

JFE UNO – pad gGmbH

Märkische Allee 414, 12689 Berlin

Ansprechperson: Paulina Piech

Telefon 030/9323111

E-Mail jfe.uno@pad-berlin.de

Mo – Fr 13-19 Uhr
Sa 13-20 Uhr

Jugendclub „Die Wurzel“

Dessauer Straße 1, 12689 Berlin

Ansprechperson: René Schobert

Telefon 030/93664182

E-Mail jkwurzel@sozkult.de

Jugendzentrum „Betonia“ – Kinderring Berlin e.V.

Wittenberger Straße 78, 12689 Berlin

Ansprechperson Jennifer Hübner

Telefon 030-9326067

E-Mail info@jugendzentrum-betonia.de

Mo. – Do. 14 bis 20 Uhr
Fr. 14 bis 22 Uhr
So 13 bis 19 Uhr

Hier findet Ihr fast alle Angebote und Ressourcen im Stadtteil Marzahn-Nord: https://aris.qm-marzahnnordwest.de/

Region Marzahn-Nord – Angebotsübersicht des Bezirksamts: http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/politik-und-verwaltung/aemter/jugendamt/beratung-und-unterstuetzung/artikel.256310.php

Adressen, Ansprechpartner der Region Marzahn-Nord: http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/_assets/jugendamt/dokumente/downloads/allgemeines/br-marzahn-nord.pdf