Kandel ist doch nicht überall

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der Mordfall Susanna bestimmt bundesweit die Schlagzeilen. Die „Alternative für Deutschland“ instrumentalisiert die Ermordung der 14-jährigen Mainzerin für ihre politischen Zwecke. Beim Versuch die Stimmung auf die Straße zu tragen scheitern die Rechtspopulisten bislang jedoch: Nicht nur am Wetter, sondern auch an der eigenen Zerstrittenheit.

Die große Deutschlandfahne der jungen Frau aus dem Spektrum der „Jungen Alternative“ mag längst nicht mehr wehen. Vollkommen durchnässt hängt das triefende Bündel im Dauerregen. Lediglich ein paar Dutzend Menschen haben sich am Montagabend in Mainz unter dem Motto „Kandel ist überall“ versammelt.

Anlass für die Mahnwache ist die Ermordung einer 14-jährigen Mainzerin, mutmaßlich durch einen geflüchteten Iraker. Der Fall ist durch die Rezeption in Politik und Medien zu einem Thema mit bundesweiter Bedeutung geworden: Bundesinnenminister Horst Seehofer verkündete persönlich die Festnahme des Täters im Irak, an der sich der Chef des Bundeskriminalamts beteiligte und die Zeitung mit den vier großen Buchstaben präsentiert ihrer Leserschaft ein Foto von einem Rosenstrauch, unter dem der Täter gefasst wurde.

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