Ganz unten

Der „Freitag“ schreibt:

Armut Christiane Tramitz schaut in ihrem Roman nach ganz unten – und blickt dennoch nicht von oben herab

Marzahn-Nord, 2017. In Platte 13, elfter Stock wartet Fabian Krüger, 58, auf das, was es in diesem Stadtteil nicht gibt: die Zukunft. Als ehemaliger Maschinenbauer aus der DDR lebt er von vierhundertvier Euro Hartz IV-Leistungen.

„Wenn du ganz unten ankommst, wartet nur noch der Tod auf dich“, ist ein zentraler Satz dieses Buches, welches nicht auf Alarmismus baut, sondern auf der realen Dramatik abgehängter Stadtteile. Und diese bestehen aus Menschen. Vielen Menschen. Hier ist das soziale Unten, die Menschen, die völlig den Anschluss verloren haben. Scheinbar gesichert durch Hartz IV und doch am Ende dessen, was dem Leben Sinn gibt: Integration in die Gesellschaft, ganz gleich, welcher Herkunft.

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