Was Flüchtlinge vor ihrer Anhörung im BAMF erleben

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Es ist eine Zeit voll Hoffnung – die häufig mich Enttäuschung endet. Bei den Anhörungen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird entschieden, ob Flüchtlinge in Deutschland bleiben dürfen.

Zehn vor sieben Uhr früh, Pommernallee zwei bis vier, Charlottenburg. Vor der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stehen etwa zwanzig Menschen hinter einem rot-weißen Absperrgitter. Die Geflüchteten sind heute zu ihrer Anhörung geladen. Der Termin entscheidet, ob ihr Asylantrag bewilligt oder abgelehnt wird.

Auch Gisela Demberger steht hier. Die 67-Jährige engagiert sich bei „Wedding Hilft“, sie begleitet einen jungen Iraner. Um 5.15 Uhr hat ihr Wecker geklingelt, seit einer halben Stunde warten sie hier draußen, bei fünf Grad. Ein Sicherheitsmann in Warnweste öffnet die Gittertür am Anfang der Schlange, kontrolliert die Einladungsbriefe. Er weist zu den Stufen hinter sich, auch Demberger und der Iraner gehen hoch und verschwinden.

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