„Der permanente Tabubruch der AfD gefährdet die Demokratie“

Der „rbb“ berichtet:

Als einer der ersten Spitzenpolitiker in Deutschland hat sich der Berliner Kultursenator Klaus Lederer klar zum Umgang mit der AfD positioniert. Er ging keinem Streitgespräch mit AfD-Vertretern aus dem Weg und übte auch Selbstkritik an der eigenen Partei.

rbb: Haben Sie den Eindruck, dass die AfD bundesweit eine Art Masterplan verfolgt?

Klaus Lederer: Ich glaube nicht, dass da ein klarer Plan hinter steht. Aber ich glaube schon dass ein großer Teil des Spitzenpersonals der AfD beflügelt worden ist von dem Erfolg, den der permanente Tabubruch hatte. Und natürlich ist das Problem beim permanenten Tabubruch: Man kann jedes Tabu nur einmal brechen. Das heißt: Man muss immer noch weiter nachlegen. Jetzt ist die AfD in einer Situation, wo selbst Leute, die einstmals eher gereifte Konservative waren – ein Herr Gauland – offen rechtsextremes Zeug erzählen.  Da fragt sich Höcke: Was muss ich denn jetzt noch als nächstes auspacken, um noch eins nachlegen zu können? Das Perfide daran ist: Es setzt ja eine Gewöhnung ein. Und das ist die große Gefahr für die Demokratie.

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