Bücherwurm-Grundschule/Hellersdorf-Nord: Fotoprojekt zum Thema Mobbing und Suizid

Das Projekt Ponte unterstützt aus den Mitteln seines Aktionsfonds ein weiteres tolles Projekt zur interkulturellen Begegnung in Hellersdorf-Nord. In Zusammenarbeit der Schulsozialarbeit (Kontakt: schulsozialarbeit.buecherwurm@jao-berlin.de) mit Schülerinnen (Einheimische, Migrant*innen und Geflüchtete) der Bücherwurm-Grundschule soll ein Fotoprojekt zum Thema Mobbing und Suizid mit einer daraus resultierenden Ausstellung entstehen. Die Bücherwurm-Grundschule am Weiher befindet sich in einem sozialen Brennpunkt des Bezirkes. Viele Familien sind von Transferleistungen abhängig und leben in schwierigen sozialen Verhältnissen. Umso wichtiger hier das Gemeinschaftsgefühl stärkende und verbindende Angebote zu schaffen bzw. zu unterstützen!

Die sehr engagierte Schulsozialarbeiterin Frau Müller konnte bereits im Jahr 2016 mit dem Filmprojekt „Ausweg-Los“ (Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=4PzRV5u7y2M) einen großen Erfolg mit Ihren Schüler*innen feiern! Damit die erfolgreiche Arbeit auch im Jahr 2017 weitergeht, unterstützen wir dieses neue Projekt!

Bei unserem letzten Besuch an der Bücherwurm-Grundschule konnte sich das Projekt Ponte übrigens einen sehr positiven Eindruck vom Schulhoftraining für den Flashmob „Hellersdorf tanzt!“ (siehe: http://www.buecherwurm-grundschule.de/index.php/news/389-flashmob-hellersdorf-tanzt-wir-tanzen-mit) verschaffen! Großartig, dass dort unter der Anleitung von Frau Müller in den Schulpausen bis zu hundert Kinder aktiv miteinander tanzen! Auch hier zeigt sich, dass Tanz und Sport hervorragend zur interkulturellen Begegnung und für ein friedliches & soziales Miteinander geeignet sind!

Bücherwurm-Schule am Weiher
Eilenburger Straße 1,
12627 Berlin
Tel.: 030/9918148
Fax: 030/99283512

Projektbeschreibung

„Zu Beginn des 2. Halbjahres traten die Kinder der 5. und 6. Jahrgangsstufe der Bücherwurm-Grundschule am Weiher mit dem Wunsch an die Schulsozialarbeiterin heran, außerhalb des Unterrichts ein Fotoprojekt zum Thema Mobbing und Suizid starten zu wollen. Der Wunsch knüpft an das erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Filmprojekt „Ausweg-Los!“ aus dem vergangenen Schuljahr an.

Die Zielgruppe des freiwilligen Projektes sollen somit (v.a. sozial benachteiligte) Schüler/Innen, mit z.T. nicht deutscher Herkunft (ca. 1/3), der 5. und 6. Klassen sowie der Willkommensklasse der Grundschule im Alter von 11-13 Jahren bilden.

Es bestehen seitens der Kinder bereits viele Ideen zur Umsetzung des Projektes:

  • eine komplette Fotostory erstellen + Ausstellung in der Schule
  • einzelne aussagekräftige Bilder anfertigen + Ausstellung in der Schule
  • Diashow erstellen mit einem selbstständig komponiertem Song unterlegen + Präsentation in der Schule
  • Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, um eine möglichst große Außenwirkung zu erzielen

Da die Partizipation der Kinder bei der Projektrealisierung im Vordergrund steht, kann momentan noch keine Aussage über das genaue Endprodukt getroffen werden, da der Entscheidungsprozess der Kinder derzeit noch andauert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Endprodukt unserer Schule sowie den anderen Bildungseinrichtungen des Bezirkes zukünftig als Anschauungs- oder Unterrichtsmaterial im Bereich Gewaltprävention aber auch in der Theaterpädagogik zur Verfügung stehen wird und dadurch zusätzlich nachhaltigen Charakter erhält.

Während des Projektes befassen sich die Kinder zunächst in der gesamten Gruppe und anschließend in Kleingruppen mit Themen wie Mobbing, Diskriminierung, Suizid und erarbeiten/entwickeln sowohl theoretisch als auch praktisch Lösungsstrategien im Umgang mit diesen Themen – sie lernen, sich gegen Mobbing und Diskriminierung stark zu machen und Werte wie Toleranz/Respekt zu achten bzw. einzufordern.

Aufgrund der klassen- und jahrgangsübergreifenden Zusammenarbeit wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, neue Erfahrungen miteinander zu sammeln – also sich noch einmal auf eine neue/andere Art und Weise kennen zu lernen, evtl. bestehende Vorurteile gegenüber Mitschüler/Innen abzubauen und Sichtweisen zu erweitern/neu zu entwickeln.

Die Kinder eröffnen sich durch selbst organisiertes Arbeiten im Team ein völlig neues Lerngebiet (z.B. Kameratechnik/-einstellungen), in dem u.a. der Erwerb kreativer Ausdrucksmöglichkeiten und das eigenständige Experimentieren im Vordergrund stehen. Gleichzeitig werden die Kinder ästhetisch gegenüber verschiedener medialer Angebote sensibilisiert.

Durch die Teilnahme am Projekt werden sie zudem Verantwortung für ihr eigenes Handeln sowie für die von ihnen frequentierten Räume übernehmen und die Schule als Ort des Lebens und Lernens erleben, wodurch ein positiver Bezug zur Schule entwickelt wird. Durch das Endergebnis und dessen Präsentation werden die Teilnehmenden nicht nur durch Gleichaltrige, sondern auch durch die Eltern, Presse, etc., Selbstbestätigung, Achtung und Anerkennung erfahren, was wiederum zur Stärkung des Selbstwert- und Gemeinschaftsgefühls beiträgt.

Durch die handlungsorientierte und kreative Medienerziehung sowie den Einsatz verschiedener künstlerischer Mittel (Musik, Text, Fotografie, etc.) werden die eigenen Interessen und Bedürfnisse der teilnehmenden Kinder zum Ausdruck gebracht, was sich positiv auf ihre künstlerische Selbstverwirklichung sowie ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung auswirken wird.

Die Teilnehmenden werden von der Sozialarbeiterin der Schule (Frau Müller) sowie einer Bundesfreiwilligendienstleistenden fortlaufend begleitet und können bei Bedarf durch zwei Fachkräfte für den Bereich Fotografie und Musik professionell bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt werden. Die Fachkräfte erhalten für ihre Arbeit im Projektzeitraum ein vorher fest vereinbartes Honorar. Die Sozialarbeiterin sowie alle weiteren Mitwirkenden tragen nur dort, wo es rechtlich oder fachlich notwendig ist, Verantwortung.“

Projekt Ponte – Interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung

Leitung: Moritz Marc

Telefon:   0152 31 77 13 83

E-Mail:    ponte@pad-berlin.de

Facebook: www.facebook.com/ProjektPonte/

Website: http://ponte.pad-berlin.de