1.12.2018 Hellersdorf-Nord: Weihnachtsmarkt in der Hellersdorfer Promenade

Am 1. Dezember von 14 bis 18 Uhr findet ein Weihnachtsmarkt in der Hellersdorfer Promenade statt! Auch die interkulturelle Kiezrunde Hellersdorf-Nord beteiligt sich mit verschiedenen Akteuren vom Haus Babylon über die Gemeinschaftsunterkunft Zossener Straße bis hin zum Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade!
Höhepunkte sind u.A.: Foto mit dem Weihnachtsmann, Feuershow, Geschenkelotterie*, Kurzfilme für Kinder, Lagerfeuer, heißes Essen und Getränke, Bastelangebote und vieles mehr.

Wer noch einen Stand haben möchte (gebührenfrei), kann sich bis zum 20.11. bei guillaume.bazan@roter-baum-berlin.de melden.

*Für die Geschenkelotterie könnt ihr Geschenkespenden in der Woche vom 26.11. bis 30.11. in das Stadtteilbüro (Hellersdorfer Promenade 17) bringen und damit jemandem aus der Nachbarschaft eine Freude bereiten!

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21.11.2018: Weltgewandt e.V. lädt ein ins JZ Betonia in Marzahn-NordWest

Durst nach Geld – Hunger nach Gerechtigkeit ! Eine soziale Politik für Geflüchtete und Deutsche ?

Das Institut weltgewandt. politische Bildung e.V. lädt zu diesem Thema am Mittwoch, 21. November 2018, 19.30 – 21.00 Uhr, ins Jugendzentrum Betonia, Wittenberger Straße 78, 12689 Berlin, zu einer Diskussion mit Publikumsbeteiligung ein.

Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz/tageszeitung und Autorin von „Der Sieg des Kapitals“ und „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ diskutiert unter der Moderation von Sophia Bickhardt, Projektleiterin von weltgewandt e.V., mit den Gästen.

Für Übersetzung arabisch-deutsch und deutsch-arabisch ist gesorgt.

Quelle

Rassismus, Sexismus, Antisemitismus Diskriminierung ist in Berliner Schulen Alltag

Via „Bereliner Zeitung“:

An Berliner Schulen werden Schüler immer wieder wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Behinderungen diskriminiert. Das geht aus der Antwort der Bildungsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Sebastian Walter hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach zählte die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bildungsverwaltung im Schuljahr 2016/2017 – aktuellere Angaben liegen nicht vor – 183 Beschwerden. In 147 Fällen bestätigte sich der Vorwurf einer Diskriminierung, 23 Fälle wurden bislang trotz des schon etwas länger zurückliegenden Zeitraums noch nicht geprüft.

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Heimbetreiber klagen gegen Flüchtlingsamt

Via „Tagesspiegel“:

Berlin schuldet Betreibern von Flüchtlingsunterkünften eine Menge Geld. Doch wie viel genau? Darüber wird gestritten.

17 Heimbetreiber haben offene Rechnungen beim Land Berlin in Höhe von 10,4 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Bettina Jarasch und Sebastian Walter hervor. Vor Gericht sind 56 Klagen von Heimbetreibern anhängig. Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) sprach am Dienstag von „strittigen Forderungen“ der Heimbetreiber, die 40 Flüchtlingsunterkünfte zu Zeiten der Flüchtlingskrise 2015 betrieben hatten. Man habe diese gebeten, entweder reale Kosten nachzuweisen oder sich an einem Mittelwert eines Referenzmodells zu orientieren. Bis Ende des Jahres habe die Verwaltung die alten Rechnungen prüfen wollen. Nun hätten die Betreiber um Fristverlängerung gebeten, so Breitenbach. Auch das Land wolle Rechtssicherheit. Die Grünen kritisierten, dass die offenen Forderungen zum Dauerbrenner würden. Träger könnten existenziell bedroht werden.

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„Der Begriff ‚Rechtspopulismus‘ ist viel zu verharmlosend“

„Deutschlandfunk Kultur“ berichtet:

Was die AfD erfolgreich mache, sei ihr „autoritärer Nationalradikalismus“, sagt der Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Der sei besonders problematisch, weil er darauf abziele, Institutionen zu destabilisieren, die wichtig für die Gesellschaft seien.

Deutschlandfunk Kultur: Sie gehen davon aus, Herr Heitmeyer, dass die offene Gesellschaft, ja die liberale Demokratie, durch die politische Rechte bedroht ist. Die wiederum lockt mit autoritären Versuchungen, so sagen Sie. Was heißt denn das genau, „autoritäre Versuchungen“?

Wilhelm Heitmeyer: Nun, es geht darum, dass vor allem vor dem Hintergrund eines globalen Kapitalismus mit einem rabiaten Finanzkapitalismus und sozialen Desintegrationsprozessen und einer ja Variante von Demokratieentleerung zahlreiche Verunsicherungen in größere Teile der Gesellschaft eingezogen sind. Und das Autoritäre ist dann der Versuch, die Kontrollverluste, die entstanden sind, wieder herzustellen über autoritäre Maßnahmen, also eine Wiederherstellung von Kontrolle. Und das ist offensichtlich attraktiv für Teile – das muss man immer wieder betonen – der Gesellschaft.

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Wie Rechtsextreme vielen Ostdeutschen ein neues Wir-Gefühl verschafft haben

Via „Huffingtonpost“:
Pegida, AfD und Neonazis bieten ein Lebensgefühl und schaffen Identität. Dagegen sind Demokraten bisher hilflos.
Wir müssen über ein Vorurteil reden: Über das Vorurteil, dass der Osten rechts ist.
Natürlich stimmt das so nicht. Es gibt dort viele Menschen, die wichtige Arbeit leisten im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Menschenhass. Und bei Wahlen haben radikale Kräfte bisher keine Mehrheit bekommen.
Und doch hat auch dieses Vorurteil einen wahren Kern. Im Osten Deutschlands gibt es nicht nur verhältnismäßig mehr AfD-Wähler als im Westen, mehr rechte Gewalttaten und eine verhängnisvolle Neigung zu autoritären Gesellschaftsmodellen.

Teure Mieten: Menschen fliehen an den Stadtrand

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Immer mehr Berliner können sich die Wohnungen in der Innenstadt wegen steigender Mieten nicht mehr leisten.

Berlin. Wohnungssuchende mussten im Jahr 2018 erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen als in den Vorjahren, um eine Mietwohnung in Berlin anzumieten. Nach den aktuellen Zahlen des IVD Berlin-Brandenburg stiegen die Schwerpunktmieten in einfachen und mittleren Lagen um knapp sechs Prozent auf neun Euro pro Quadratmeter und Monat (kalt). In guten Wohnlagen stiegen die Preise etwas langsamer: Sie verteuerten sich durchschnittlich um fünf Prozent auf 10,50 Euro. Und weil angesichts der teuren Preise in der City viele an den Stadtrand und ins Umland ausweichen, steigen nun auch dort die Preise kräftig.

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Berliner AfD will Abgeordneten Wild aus der Partei schmeißen

Der „rbb“ schreibt:

Weil er sich mit türkischen Rechtsextremisten getroffen hatte, flog Andreas Wild im vergangenen Jahr aus der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Nun droht ihm auch der Rauswurf aus der Partei – wegen „parteischädigenden Verhaltens“.

Die Berliner AfD will den Abgeordneten Andreas Wild nach seinem Rauswurf aus der Fraktion im vergangenen Jahr nun auch aus der Partei ausschließen. AfD-Sprecher Ronald Gläser bestätigte am Mittwoch entsprechende Informationen der dpa.

Demnach hat der Landesvorstand einstimmig beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen Wild einzuleiten. Als Grund nannte Gläser dessen Kontakte in die rechtsextreme Szene. „Das ist parteischädigendes Verhalten, das mit den Prinzipien der AfD nicht zu vereinbaren ist“, so Gläser.

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Jérôme Boateng über Rassismus: „Es gibt Orte, an die ich meine Töchter auf keinen Fall lassen würde“

Der „Spiegel“ berichtet:

Jérôme Boateng hat in einem Interview über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland gesprochen. Kritisch sieht er den Umgang des Nationalteams mit Mesut Özil.

Er wurde in seiner Karriere rassistisch beschimpft, beleidigt und bespuckt. Als Kind, aber auch heute hat er noch darunter zu leiden. Das erzählt der deutsche Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng in dem nach ihm benannten Magazin „Boa“, das am Samstag zum ersten Mal erscheint.

„Wenn ich mich am Rand des Spielfelds warm mache, höre ich öfter, wie Zuschauer Affenlaute von der Tribüne brüllen, obwohl ich für Deutschland so viele Spiele bestritten habe“, sagt Boateng in dem Doppelinterview, in dem der 30-Jährige gemeinsam mit Herbert Grönemeyer vor allem Fragen zur gesellschaftlichen Stimmung in Deutschland beantwortet.
Siehe auch:
„No-Go-Areas“ in Berlin: Bezirkspolitiker kontern Boatengs Rassismus-Warnung (Tagesspiegel vom 12.11.2018)

Die Demokratie zerfällt in zwei Hälften

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet:

Der Frankfurter Sozialphilosoph Rainer Forst über den autoritären Populismus und die notwendige Zivilisierung von Herrschaftsverhältnissen.

Die Demokratie, noch vor nicht allzu langer Zeit als optimale oder gar alternativlose Form des politischen Zusammenlebens angesehen, wird heute in vielen Kommentaren als sterbend oder zumindest im finalen Überlebenskampf beschrieben. Auch etwas weniger dramatische Diagnosen sehen die Demokratie weltweit in einer schweren Krise. Worin aber besteht die?

In meinen Augen ist die derzeitige Krise eine der Halbierung der Demokratie. Sie zerfällt in zwei Hälften, die in sich problematisch sind und kein Ganzes mehr ergeben. Die heutige Krise ist fundamental, weil uns damit der Begriff der Demokratie selbst verloren zu gehen droht.

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