Antiziganismus in den Medien: „Ungehemmter Rassismus“

Die „taz“ berichtet:

Obdachlosigkeit, Betteln, Kriminalität – immer wieder werden Roma in Berliner Medien damit in Verbindung gebracht. Sagt Andrea Wierich von Amaro Foro.

taz: Frau Wierich, Sie beschäftigen sich seit Jahren mit Antiziganismus in den Berliner Medien. Haben Sie Beispiele?

Andrea Wierich: Da kann ich gleich etwas aus der taz nehmen: Es gab vor nicht langer Zeit einen guten Artikel über Fälle der Diskriminierung von Roma. Und was zeigte das Bild dazu? Frauen mit Kopftüchern und ganz vielen Kindern. Ein anderes Bild zu einem Artikel über die Räumung eines Zeltlagers zeigte eine Frau, die auf dem Boden kniet und bettelt. In der Bildunterschrift stand dann: „Das Betteln ist nur ein antiziganistisches Klischee, sagen Romaverbände“. Was bleibt aber hängen: das Klischee oder die Aussage in der kleinen Bildunterschrift?

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