Aktionstag gegen Rassismus und Diskriminierung am 21. März 2018 – Film- und Diskussionsabend im Kiez-Treff West in Marzahn

Liebe Freund*innen,

das Projekt Interkulturelle Familienbildung und das Projekt Ponte laden ab 17.00 Uhr zum Film- und Diskussionsabend im Kiez-Treff West in Marzahn ein!

Hintergrund des Aktionstages:

Zum Gedenken an das Massaker von Sharpville, als 1960 die Apartheidpolizei Südafrikas eine friedliche Demonstration blutig niederschlug, riefen die Vereinten Nationen im Jahre 1966 den 21. März als Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung aus.

26 Jahre nach dem Massaker, im Jahr 1996, verkündete Nelson Mandela der erste frei gewählte Präsident, in Sharpville die neue demokratische Verfassung Südafrikas.

Der 21. März wird seither in Südafrika als South African Human Rights Day, als Südafrikanischer Tag der Menschenrechte begangen.

Seit 50 Jahren gibt es den Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung, wie der 21 März als Gedenktag der Vereinten Nationen offiziell heißt.

Dieser Tag prangert Rassismus und Diskriminierung alljährlich als ein weltweit existierendes Problem an.

Trotzdem sind Diskriminierungen für Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland im privaten und öffentlichen Leben eine fast alltägliche Erfahrung. Häufig werden sie auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt benachteiligt, sie haben geringere Bildungschancen, aus dem sozialen Leben werden sie ausgegrenzt.

Die Ursachen für Rassismus sind vielfältig. Häufig sind es tiefe Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen, die als „Fremde“ oder „Konkurrenten“ betrachtet werden. Ihre Wahrnehmung als eine Bedrohung für die eigene Kultur oder den eigenen sozialen Wohlstand bringt weltweit Menschen dazu, andere Menschen zu diskriminieren, zu hassen, zu verfolgen oder im Extremfall gar zu töten.

Auch in Deutschland erleben Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge den alltäglichen und strukturellen Rassismus auf unterschiedliche Art und Weise, an verschiedenen Orten, meist auf Grund ihrer Herkunft, aber auch Religion, Sprache oder anderer Merkmale.

Aus diesem Anlass zeigen wir am 21. März 2017 um 17 Uhr im Kiez-Treff West, Ahrensfelder Chaussee 148 (direkt an der S7-Haltestelle Ahrensfelde), 12689 Berlin, zwei Filme:

Die Multi-Kulti-Macher (2018 – 28 Min. – ARD): „plan b“ zeigt die verschiedenen Strategien, die Multi-Kulti in Mechelen (Belgien) und Stuttgart zum Erfolg geführt haben. Hier gibt es einige interessante Ansätze für eine gelungene Integrationsarbeit zu entdecken, welche vielleicht auch für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf umsetzbar sind.

Schuld ohne Sühne – Warum rassistische Täter in der DDR davonkamen (2017 – 30 Min. – MDR): Zehntausende ausländische Vertragsarbeiter lebten in der DDR. Vielfach wurden sie beleidigt und angegriffen oder lieferten sich Prügeleien mit Einheimischen. Es gab Tote, doch Ermittlungen verlaufen bis heute im Sande. Gerade am internationalen Aktionstag gegen Rassismus und Diskriminierung ist es wichtig darüber zu sprechen, warum rassistisch motivierte Straftaten damals und heute oft nicht nachhaltig genug strafrechtlich verfolgt wurden und werden. Dr. Sufian Weise wird zum Thema Vertragsarbeiter und Rassismus in der DDR auch aus seiner eigenen Lebenserfahrung in der damaligen Zeit berichten.

Anschließend offene Diskussion über die beiden Filme und die  aktuelle Situation im Stadtteil mit Dr. Sufian Weise (AWO Spree-Wuhle e.V.) und Moritz Marc (Projekt Ponte/pad gGmbH).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sufian Weise und Moritz Marc

Projektleiter

Einladungstext als pdf-Dokument: Aktionstag gegen Rassismus am 21.3.2018

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