Mann beschimpft Frau rassistisch

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Eine 40-jährige Frau, die ein Kopftuch trug, fuhr am Mittwochabend mit einer Straßenbahn in Marzahn, als sie von einem Mann beleidigt wurde.

In einer Straßenbahn in Marzahn kam es am Mittwochabend zu einer Beleidigung mit rassistischem Hintergrund. Nach bisherigen Erkenntnissen der Berliner Polizei saß eine 40-Jährige, die ein Kopftuch trug, kurz nach 20 Uhr in der Tram der Linie M8, als sie von einem Mann, der in Richtung Tür ging, fremdenfeindlich beschimpft wurde.

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Visit Marzahn-Hellersdorf

Der „rbb“ berichtet:

Urlauber strömen in Berlin vor allem zu den Hotspots in Mitte, Kreuzberg oder Friedrichshain. Die Tourismusmarketing-Agentur visitBerlin hat vor gut einem Jahr ein Konzept entwickelt, auch in die Außenbezirke mehr Touristen zu locken. Ist das gelungen? Wir haben uns in Marzahn-Hellersdorf umgeschaut und sprechen mit Burkhard Kieker von visitBerlin.

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Aus dem Ausländeramt wird ein Willkommensamt

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Berlin will den Zuzug von ausländischen Fachkräften erleichtern und gründet dafür als erstes Bundesland ein eigenes Landesamt.

Berlin bekommt als erstes Bundesland ein eigenes Landesamt für Einwanderung. Eine entsprechende Gesetzesvorlage hat der Senat am Dienstag beschlossen. Damit soll die legale Einwanderung von Fachkräften erleichtert werden. Berlin greift damit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes vor, das ab dem kommenden Jahr gelten soll.

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Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf haben gewählt: Die Linke behauptet sich – Artikelübersicht zu den Europa- und Kommunalwahlen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet über die Ergebnisse der Europawahl in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg:

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Die Ergebnisse der Europawahl in beiden Bezirken bestätigen den Trend der vergangenen Jahre: Die Linke, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die politische Führung in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf innehat, bleibt an der Spitze. Während sich der Großteil von Berlin für Grün entschied, ist Rot (noch) die dominierende Farbe in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Auch zwei andere Bezirke präferierten andere Farben als Grün: In Spandau und Reinickendorf erhielt die CDU die meisten Stimmen.

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An dieser Stelle dokumentieren wir spannende Berichte und Analysen zur Diskussion über die Wahlergebnisse bei der Europawahl und auch den zeitgleich stattgefundenen Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern:

Übersicht über die Wahlergebnisse:

Europawahl: Die Ergebnisse in Berlin-Marzahn-Hellersdorf (rbb, 26.5.2019)

Europawahl 2019: So hat Berlin gewählt (Interaktive Wahlkarte der „Berliner Morgenpost“, 27.5.2019)

Berichte, Kommentare und Analysen:

Kommunalwahlen 2019: Ergebnisse sind Seismograph von Demokratieverdrossenheit und Verharmlosung von Rechtsextremismus (Amadeu-Antonio-Stiftung, 27.5.2019)

Rechte Parteien bei der Europawahl: Einmarsch mit halber Truppenstärke („taz“, vom 27.5.2019)

Sechs Auffälligkeiten: Was uns die Europawahl in Berlin zeigt („rbb24“, 27.5.2019)

Europawahl 2019 – So haben die Berliner in den Bezirken gewählt („Berliner Zeitung“, 27.5.2019)

Europawahl: AfD etabliert sich im Osten („Endstation Rechts“, 27.5.2019)

Kommunalwahl in Brandenburg: „Wutstil kommt in die Parlamente“ („taz“, 27.5.2019)

Wahlergebnis in Ostdeutschland: Ernstfall Ost („Zeit Online“, 27.5.2019)

Soziologe über AfD-Wahlerfolg im Osten: Demokratische Strukturen müssen gestärkt werden („Deutschlandfunk Kultur“, 27.5.2019)

Rechtsruck bei den Kommunalwahlen: AfD-Erfolge im Osten – die Ergebnisse im Überblick („Beltower News“, 27.5.2019)

Europawahl in Brandenburg: Der AfD-Wahlsieg zeigt den fehlenden Willen zum Dialog („Berliner Zeitung“, 27.5.2019)

Auf dem Weg nach rechts („German foreign policy“, 27.5.2019)

Radikale Enklaven: Wo jeder Dritte rechtsnational wählt („Tagesspiegel“ vom 28.5.2019)

Berlin-Ergebnisse zur Europawahl: Grüne in sechs Bezirken über 30 Prozent („Tagesspiegel“, 28.5.2019)

Feindbild Migration überzeugt nicht mehr („Migazin“, 28.5.2019)

Perspektiven für Berlins: Baupolitik Zurück zur Platte?

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Über die Risiken und Chancen des modularen Bauens für die Berliner Stadtentwicklung diskutierten am Montagabend Experten aus Senat und Bauwesen in der Urania.

Einen Erfolg konnte Berlins Senatsbaudirektorin und bekennender Union-Fan Regula Lüscher an diesem Abend verbuchen: den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Gut vorbereitet war sie jedenfalls, pünktlich um halb neun zog sie den Fanschal auf dem Podium in der Urania aus ihrer Handtasche.

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Gespaltenes Land: AfD im Osten stark, Grüne in den Metropolen

Die „Tagesschau“ berichtet:

Die AfD hat bei der Europawahl bundesweit zwar schlechter als erwartet abgeschnitten – in Sachsen und auch Brandenburg wurde sie stärkste Kraft. Die Grünen kommen in Schleswig-Holstein sowie in Berlin, Hamburg und München auf Platz eins.

Der Europawahlkampf sei schwierig gewesen, sagte AfD-Chef Alexander Gauland in einem ersten Statement zum Abschneiden seiner Partei bei der Europawahl – und sah dabei nicht wirklich glücklich aus. Tatsächlich bleiben die Rechtspopulisten, wenn auch zweistellig, bundesweit hinter den Erwartungen zurück.

Freuen allerdings dürfte sich Gauland über das Abschneiden der AfD in den meisten Bundesländern im Osten der Republik – denn dort sieht es deutlich besser aus für die Partei.

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Was aus Cottbus wurde und warum

Via „Neues Deutschland“:

Ein Opferberater und ein Wissenschaftler haben den Rechtsruck in der Stadt analysiert

Hamid und Mustafa sind gerade erwachsen geworden. Als Jugendliche sind sie vor dem Bürgerkrieg aus Syrien nach Cottbus geflüchtet. Dort leben sie inzwischen auch nicht mehr gefahrlos. Die Abneigung der Einheimischen beschränkt sich nicht auf böse Blicke. Ständig bekommen Hamid und Mustafa zu hören: »Das ist nicht euer Land, geht nach Hause.« Sie werden beleidigt. Darauf reagieren sie wie andere Flüchtlinge in der Stadt mit der Strategie: Lächeln, grüßen und so tun, als hätten sie nichts verstanden. »Vor zwei Jahren etwa war es noch okay«, erinnert sich Hamid. »Vielleicht ein Drittel der Menschen mochte uns nicht. Jetzt habe ich das Gefühl, 80 Prozent der Menschen sind gegen uns.«

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Künstler baut Flugzeug in Marzahner Flüchtlingsunterkunft

Der „tagesspiegel“ berichtet:

Kunstschaffende sollen dort arbeiten, wo es eigentlich andere Probleme gibt. Den Anfang machte der Künstler Manaf Halbouni in einem Bauwagen.

Eine ältere Frau mit Kopftuch schaut aus dem vierten Stock des modernen Plattenbaus herab auf das Flugzeug, den Künstler und sein Tiny House. In diesem ausgebauten Bauwagen hat Manaf Halbouni einen Monat lang gelebt und gearbeitet. Er hat ein Flugzeug in den Hof der Unterkunft für Geflüchtete im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf gebaut, aus Gegenständen, die er in der Umgebung aufgesammelt hat. Alte Schallplatten zum Beispiel, eine noch funktionierende Uhr, eine Krücke, viel Holz und Plastik. Halbouni ist der erste Künstler, der an dem Projekt „Residenzpflicht“ teilnimmt.

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Weiterbildung zur*m Vielfaltsbauftragten – Neuer Durchlauf!

Weiterbildung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zur/ zum Vielfaltsbeauftragte_n im Bereich Familienhilfe/ Kita & Tagespflege/ Schulsozialarbeit und Familien- und Stadtteilzentrum

Für Fachkräfte ist die diversitätsorientierte Arbeit mit Eltern und Kindern eine große Herausforderung: Wie kann mit Eltern gearbeitet werden, die sich abwertend über Familien und Erzieher*innen aufgrund von Herkunft und Religion äußern? Wie lässt sich ein tragfähiges Arbeitsbündnis mit ihnen herstellen, ohne solch problematisches Verhalten zu verharmlosen? Was tun, wenn Kinder Kinder wegen ihres Aussehens oder ihrer Mehrsprachigkeit ausgrenzen? Wie lassen sich unsere pädagogischen Ziele kindgerecht thematisieren, wie sprechen wir mit den Eltern darüber? Wie gehe ich mit diskriminierenden Äußerungen von Kolleg_innen um?

Mit diesem Weiterbildungsangebot sollen Träger, Einrichtungen und Teams dabei unterstützt werden, mit Vorurteilen und Diskriminierungen von Eltern, Kindern und Kolleg_innen souverän und professionell umzugehen. Hierfür werden Fachkräfte als Multiplikator_innen zu Fragen einer vielfältigen und vorurteilsbewussten Einrichtungskultur qualifiziert. In Krisen- und Konfliktfällen können sie als Ansprechpersonen, Moderator_innen oder Berater_innen im Rahmen von Fallbesprechungen und Leitbildentwicklungen aktiv werden.

Wir unterstützen interessierte Fachkräfte bei der Implementierung in der Funktion als Vielfaltsbeauftragte*r in der jeweiligen Einrichtung und erstellen im Anschluss an die Weiterbildung ein ausführliches Zertifikat, um die Anerkennung im Träger zu erleichtern.

Ferner werden alle weitergebildeten Vielfaltsbeauftragten zu einer regelmäßig stattfindenden Reflexionsrunde eingeladen, um fallspezifisch und beratend weiter arbeiten zu können.

Termine & Themen der Weiterbildung

  1. 08. 19 Modul I: Berufsethische rechtliche Grundlagen Sozialer Arbeit, Elternrechte und Kinderrechte I Methoden zur Reflektion der eigenen Arbeitsorte/ Einrichtungen
  2. 09. 19 Modul II: Auseinandersetzung mit Ungleichwertigkeitsideologien und Diskriminierungen | Handlungssicherheiten in der pädagogischen Arbeit mit Eltern und Kindern und im Team erlangen
  3. 10.19 Modul III: Vielfalt respektieren – Ausgrenzung widerstehen, Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung I Reflexion und Entwicklung einer kulturellen Vielfalt in der Einrichtung
  4. 11. 19 Modul IV: Ansprechperson für Demokratiefragen – was sind meine ersten Schritte? Rollenverständnis, Konzeptentwicklung I Grenzen und Möglichkeiten gemeinsam einschätzen und erkennen

Die Fortbildungen beginnen jeweils um 9.30 und enden um 15.30 Uhr. Sie finden uns im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin.

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Neutral bekommt ihr nicht

Via „Apabiz Berlin“:

Initiativen widersprechen rechten Diskursstrategien

Mit dem Vorwurf, sich nicht »neutral genug« zu verhalten, zieht die Alternative für Deutschland immer häufiger gegen Projekte in Berlin und anderswo zu Felde. Unsere Gastautorin plädiert für mehr klare Haltung und deutlichere Unterstützung der angegriffenen Projekte.

Von Annika Eckel (Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke)

In unserem Land ist kein Platz für Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Extremismus, Homophobie, Diskriminierung und Intoleranz. Ihnen treten wir klar und entschieden entgegen – mit Worten und Taten.« So lautet ein Auszug aus einer Resolution der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Mitte, mit der im Oktober 2018 die Menschen aufgerufen wurden, zur #unteilbar-Demonstration zu gehen. Nun soll diese Erklärung rechtlich ungültig sein. Auf eine Beschwerde der AfD hin befand das bezirkliche Rechtsamt Anfang 2019, die Erklärung verstoße gegen das Bezirksverwaltungsgesetz, wonach sich die BVV nicht zu allgemeinen politischen Themen äußern dürfe. Dass Rassismus, Antisemitismus etc. keine »Sachverhalte mit Bezirksbezug« seien, irritiert nicht nur Bezirksverordnete in Mitte.

Deutlich wird an dem Vorgang eine wesentliche Strategie der AfD: Vorschriften oder Verordnungen werden äußerst restriktiv interpretiert oder im eigenen Sinne ausgelegt, das politische Mandat wird mit dem Ziel benutzt, politische Gegner*innen mundtot zu machen und die alleinige Definitionsmacht über Begriffe wie Neutralität, Demokratie oder ‚Volkswille‘ zu erlangen.

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