Kein Bezirk altert so schnell wie Marzahn-Hellersdorf

Der „Tagesspiegel“ schreibt:


Nirgendwo in Berlin altert die Bevölkerung so schnell wie in Marzahn-Hellersdorf. Was die Plattenbausiedlungen damit zu tun haben.

Dass sie es so lange miteinander aushalten würden, hatten Elga und Ulrich Jahnke selber nicht gedacht. Im September feierte das Ehepaar aus Hellersdorf Gnadenhochzeit – 70 Jahre Seite an Seite, vom Bezirk gab es dafür eine Ehrung. Und aktuell spricht nichts dagegen, dass noch ein paar Jahre dazukommen. Ulrich Jahnke, trotz stolzer 91 Jahre und Herzschrittmachers immer noch topfit, schreibt gerade an seiner Autobiografie.

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https://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article216017247/Marzahn-Hellersdorf-altert-schneller-als-andere-Bezirke.html

AfD-Parteijugend hält Verbindung zur Identitären Bewegung

Via „Tagesspiegel“:

Offiziell gehen AfD-Nachwuchs und Identitäre Bewegung getrennte Wege. Die Praxis sieht anders aus.

David Eckert hat schon ruhigere Tage als Vorsitzender der Jungen Alternative (JA) Berlin erlebt. Weil zuletzt einzelne Landesverbände in den Fokus des Verfassungsschutzes gerieten, droht der JA insgesamt die Beobachtung. In der AfD wird öffentlich darüber nachgedacht, die 2000 Mitglieder umfassende JA von der Partei und damit von den Geldströmen abzuspalten. Auch innerhalb der JA rumort es heftig.

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Partei des völkisch-autoritären Populismus

Das Fachmagazin „Der rechte Rand“ schreibt:

Die »Alternative für Deutschland« erlebt seit ihrer Gründung im Februar 2013 einen fortwährenden innerparteilichen Rechtsruck. Einhergehend mit ihrem Einzug in den Deutschen Bundestag 2017 vollzieht sich zudem eine gesamtgesellschaftliche Verschiebung nach Rechtsaußen.

Im Laufe ihres politischen Werdegangs hat sich die »Alternative für Deutschland« (AfD) mehrfach gewandelt, begleitet von ständigen Machtkämpfen: 2013, im Jahr ihrer Gründung, waren die Euro-Krise und die Sarrazin-Debatte günstige Gelegenheitsfenster für erste rechtspopulistische Inszenierungen. Thilo Sarrazin (»Deutschland schafft sich ab«) kann in diesem Zusammenhang als öffentlich präsenter Stichwortgeber der AfD-Propaganda gesehen werden. Erfolglos hatte sich Bernd Lucke, Mitbegründer der Partei, damals um den Übertritt des rechten Buchautors zur AfD bemüht. Von Beginn an hielt die Partei darüber hinaus über die Wochenzeitung »Junge Freiheit« (JF) Kontakte zum publizistischen Netzwerk der »Neuen Rechten«, welche die Partei seitdem publizistisch unterstützt.

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„Für Juden ist jede Ecke Berlins potenziell gefährlich“

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde in Berlin über Auswander-Gedanken, Judenfeindlichkeit in der AfD und No-Go-Areas.

Herr Königsberg, der neuen EU-Antisemitismus-Studie zufolge haben 44 Prozent der Juden in Deutschland bereits ans Auswandern gedacht. Wie nehmen Sie das in Berlin wahr?

In unserer Gemeinde wird das zunehmend diskutiert. Die jüdische Geschichte hat uns gelehrt, Situationen genau zu beobachten. Bis in die 80er Jahre saßen wir in Deutschland  bildlich auf gepackten Koffern. Dann gab es Zeichen, die uns Sicherheit signalisierten. Doch inzwischen schauen manche wieder, wo die Koffer stehen.

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Jeder achte Berliner kann seine Schulden nicht bezahlen

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Nur in Sachsen-Anhalt und Bremen gibt es mehr Schuldner als in der Hauptstadt. In diesen Berliner Bezirken ist die Rate besonders hoch.

Die Zahl der überschuldeten Berliner ist im laufenden Jahr leicht gesunken. Konnten im Jahr 2017 noch 373.875 Berliner ihre Kredite nicht bedienen, sind es aktuell 371.988. Das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent, wie das Inkassounternehmen Creditreform anhand seines jährlichen Schuldneratlas nun vorrechnet. Rückläufig ist damit auch die Schuldnerquote, die die Anzahl der Überschuldeten ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung setzt. Weil zusätzlich zur geringeren Zahl der Überschuldungsfälle mehr Menschen hergezogen sind, sank die Quote in der Hauptstadt auf 12,4 Prozent (2017: 12,6 Prozent).

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Studie: Einheimische und Migranten haben ähnlichen Bürgersinn

Das „Migazin“ berichtet:

Ist die deutsche Gesellschaft gespalten? Eine neue Studie zeigt: Die in Deutschland lebenden Menschen haben sehr ähnliche Vorstellungen davon, was einen guten Bürger ausmacht. Unterschiedliche Einstellungen hängen vom Alter und Wohnort ab – nicht vom Migrationshintergrund.

Bei der Vorstellung, was ein guter Bürger ist, gibt es einer Studie zufolge kaum Unterschiede zwischen Einheimischen und Migranten. Unterschiedliche Einstellungen würden besonders von Alter und Wohnort abhängen, erklärte die Bertelsmann Stiftung am Dienstag in Gütersloh. Für die große Mehrheit aller in Deutschland lebenden Menschen könne jeder ein guter Bürger sein, unabhängig davon, ob er in Deutschland oder im Ausland geboren sei.

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Das Projekt Ponte verabschiedet sich und geht doch weiter…

An dieser Stelle verabschiedet sich das Projekt Ponte nach zweieinhalb Jahren theoretischer und praktischer Arbeit in seiner bisherigen Form aus Marzahn-Hellersdorf.  Zum Abschluss des Projekts Ponte hat der Projektleiter Moritz Marc zusammen mit der Diplom-Sozialwissenschaftlerin Kerstin Palloks (Siehe: http://www.beratungskiste.de/kerstin.html) eine Abschlussdokumentation erstellt.

Die Dokumentation schildert Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts „Ponte –  interkulturelle Orientierung und Nachbarschaftsvermittlung“. Ponte startete seine Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf im Sommer des  Jahres  2016  und  endete  im  Dezember 2018. Das  Projekt  wurde  im  Rahmen  des  von  der EU  geförderten Programms Zukunftsinitiative Stadtteil II – Teilprogramm „Soziale Stadt“ gefördert, Träger des Projekts war die pad gGmbH.

In den zweieinhalb Jahren seiner Tätigkeit in den beiden Sozialräumen Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord konnte das Projekt Ponte eine Reihe wichtiger Erfahrungen in Bezug auf die Realisierungschancen seiner verschiedenen Gemeinwesen bezogenen Aufträge dokumentieren. Im Rahmen der begleitenden Evaluation des Projekts konnten zu verschiedenen Zeitpunkten auch die Perspektiven von Kooperationspartner/innen bzw. Zielgruppen  der  Projektarbeit  erhoben werden, die  ebenfalls  in  diese  Dokumentation  eingeflossen sind.

Wir möchten die gewonnenen Erkenntnisse aus der (gemeinsamen) Projektpraxis einem weiteren Leser/innen-Kreis zugänglich machen und mit dieser Dokumentation Anregungen für die Arbeit unter dem Themenschwerpunkt „Interkulturelle Nachbarschaftsvermittlung“ zur Verfügung stellen. Wir würden uns freuen, wenn unsere Erfahrungen und Überlegungen aus dem Ponte-Projekt als interessante Einblicke in die Projektpraxis zur Kenntnis genommen und vielleicht als Impulse für die weitere Arbeit in diesen oder auch anderen Sozialräumen dienen können.

Gedankt sei allen Kolleg*innen aus den verschiedenen Projekten und Initiativen, der Verwaltung und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf für ihre große Unterstützung dieses Projekts und ihr stetiges Engagement für ein gutes Miteinander im Bezirk.

Um das Engagement für interkulturelle Themen der vielen Aktiven in den Sozialräumen öffentlich zu würdigen, hat das Projekt Ponte zudem im Frühjahr 2018 die Broschüre „Interkulturelles Engagement in Marzahn-Hellersdorf“ veröffentlicht, die unter Mitarbeit vieler engagierter Kolleg*innen aus  den unterschiedlichsten Bereichen entstanden ist.

Download der Abschlussdokumentation „Interkulturelle Nachbarschaftsvermittung im Sozialraum“ (Dezember 2018) hier: Abschlussdokumentation_Ponte_Palloks_2018

Download der Broschüre „Interkulturelles Engagement in Marzahn-Hellersdorf“ (Frühjahr 2018) hier: 18-03-16_Ponte_Brosch_vorläufige finale Version

Bevor sich das Projekt Ponte an dieser Stelle verabschiedet, können wir Euch/Ihnen an dieser Stelle erfreulicherweise mitteilen, dass der bisherige Projektleiter Moritz Marc im Bezirk Marzahn-Hellersdorf bleibt und ab den 1.1.2019 Polis* – die bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung am Ort der Vielfalt – für seinen Träger pad gGmbH fortführen wird.

Wir freuen uns an dieser Stelle auch im kommenden Jahr auf eine gute Zusammenarbeit mit den zahlreichen Akteur*innen im Bezirk – egal ob Zivilgesellschaft, Migrant*innen(selbst)organisationen, sozialen Trägern, Stadtteilzentren, Parteien, Bezirksamt, Alice Salomon Hochschule u.v.a.! Für einen demokratischen, vielfältigen und solidarischen Bezirk!

Die bezirkliche Fach- und Netzwerkstelle wird dann ab 1.1.2019 zunächst unter der alten Ponte-E-Mail-Adresse zu erreichen sein: ponte@pad-berlin.de und auch der Handykontakt bleibt bestehen: 0152/31771383

Zudem wird die alte Facebook-Seite des Projekts Ponte weiterhin als Informationsplattform unter neuen Namen bestehen bleiben. Diese findet Ihr weiterhin unter dieser Adresse: www.facebook.com/ProjektPonte/

Der Verein Julateg eröffnet neue Beratungsstelle für Schuldner in Marzahn-Nord

Die „Berliner Woche“ berichtet:
Der Verein Julateg Finsolv hat in der Wörlitzer Straße eine zweite Schuldnerberatungsstelle im Bezirk eingerichtet. Menschen mit hohen Schulden aus dem Norden des Bezirks haben jetzt kürzere Wege, um sich beraten zu lassen.
„Wir wissen, dass besonders Menschen aus den Großsiedlungen häufig eine Schuldenlast mit sich tragen“, sagt Irena Rykala, Leiterin der Beratungsstelle. Marzahn-Hellersdorf gehört mit einer Quote von rund 15 Prozent zu den Bezirken in Berlin mit den meisten Schuldnern und der Großteil wohnt in den Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf.
 

Berliner Senat stellt Maßnahmen für Integration vor

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Damit sich Geflüchtete in Berlin besser einleben können, gibt es nun ein neues Konzept zur Integration und Partizipation.

Geflüchtete in Berlin sollen künftig besser unterstützt werden, um in der Stadt nicht nur anzukommen, sondern auch bleiben zu können. Darauf haben sich sämtliche Senatsverwaltungen bis auf das fachlich nicht beteiligte Ressort für Verkehr und Umwelt geeinigt. Am Dienstag wurde das Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter im Senat beschlossen.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis „eines langen Prozesses mit vielen Beteiligten“. „Es war uns sehr wichtig, viele Erfahrungen und Kompetenzen zu nutzen“, sagte Breitenbach. Sie hob hervor, dass in den neun Arbeitsgruppen neben Mitarbeitern der Senatsverwaltungen auch verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft wie Kirchen und Wohlfahrtsverbände mitgearbeitet hatten. Auch Geflüchtete als „Experten in eigener Sache“ waren beteiligt. Die Umsetzung der „sehr konkreten Maßnahmen“ liege nun bei den jeweils verantwortlichen Senatsverwaltungen.

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Siehe auch:

Senat will Integration von Flüchtlingen beschleunigen (Berliner Morgenpost vom 11.12.2018)

Neues Konzept: So will der Senat Geflüchtete schneller integrieren (Berliner Zeitung vom 11.12.2018)

»Wenn der Feind uns bekämpft …«

Via Fachmagazin „Der rechte Rand“:

Die AfD und andere radikale Rechte verschärfen ihre Attacken auf GegnerInnen – zunehmend auch gegen Organisationen aus der »Mitte« der Gesellschaft. Gegenwehr ist nötig und möglich.

»Der Arbeiter-Samariter-Bund war selbst Opfer von Rechtextremismus und wurde 1933 von den Nationalsozialisten enteignet und zerschlagen«, erinnerte die Hilfsorganisation im Oktober dieses Jahres. Der Anlass: Die »Alternative für Deutschland« (AfD) wollte bei der Hilfsorganisation einen Erste-Hilfe-Kurs buchen. Doch der »Arbeiter-Samariter-Bund« (ASB) lehnte aufgrund der eigenen Verfolgungsgeschichte ab und auch, weil »Menschlichkeit, eine offene Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander« sowie »eine klare Haltung gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Politik« Grundlage ihrer Arbeit seien. Deutliche Worte, die viele wohl so nicht vom ASB erwartet hätten, den man als Anbieter von Rettungs-, Sozial- und Pflegediensten kennt. Für die Rechte war dies jedoch ein Affront, der ASB sah sich im Internet einem Shitstorm ausgesetzt. Doch er blieb bei seiner Ablehnung und meldete sogar Neueintritte – »extra deswegen«.

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