1.9.2018: Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Alle Informationen auf einen Blick sind hier zusammengestellt:

Am 1. September 2018 findet nunmehr zum zehnten Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde es vor 10 Jahren, initiiert von  verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

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Werkstatt Vielfalt – Projekte für eine lebendige Nachbarschaft

Via Newsletter „Lichtblitze„:
Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird. Die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate). Noch bis zum 15. September können Projektgelder bis zu 7000 € beantragt werden. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.mitarbeit.de/foerderung_projekte/werkstatt_vielfalt/programmuebersicht/

Wie eine Familie damit ringt, in Deutschland anzukommen

Der „rbb“ berichtet:

Omar S. und Fadila A. stammen aus der Stadt Homs im Westen Syriens. Seit zwei Jahren leben sie mit ihren beiden kleinen Töchtern in Marzahn-Hellersdorf. Wirklich angekommen ist die Familie nicht – aus vielerlei Gründen.

Die Türen im Treppenhaus sind gelb, alle im selben Ton. Ich steige in den fünften Stock. Hier lebt die syrische Familie S.. An der Wohnung gegenüber ist ein rotweißes Polizei-Absperrband befestigt – was mag dahinter passiert sein?

Ich klingele bei den S.. In der Tür stehen Omar, seine Frau Fadila A., beide studierte Agraringenieure aus der syrischen Stadt Homs, die fünfjährige Nour und ihre zweijährige Schwester Hala [alle Namen von der Redaktion geändert]. Omar ist aus der syrischen Armee desertiert und 2015 nach Deutschland geflüchtet. Seine Frau folgte ihm ein Jahr später. Seit 2016 leben sie hier in Marzahn-Hellersdorf.

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Stadtteilversammlung am 25.08.2018 in der Marcana-Schule

An dieser Stelle noch der Kiezbericht zur Stadtteilversammlung am vergangenen Samstag in Marzahn-NordWest:
 
Beinahe sämtliche in Marzahn Nordwest tätige Organisationen, Gesellschaften und Vereine beteiligten sich an der Stadtteilversammlung am 25. August 2018 auf dem Hof und in den Räumen der Marcana-Schule in der Flämingstraße. Quartiersmanager André Isensee begrüßte die Gäste, gab den Ablauf der Versammlung bekannt und wies als ersten Schwerpunkt auf die Ergebnisse der aktivierenden Bürgerbefragung hin, deren Resultat im Foyer der Schule begutachtet und mit dem Quartiersmanager und seinen Mitarbeiterinnen diskutiert werden konnte.
 

Brandenburg: Zahl rassistischer Straftaten bleibt hoch

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte in Brandenburg bleibt hoch. Im ersten Quartal dieses Jahres registrierte die Polizei 57 Übergriffe gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte, nach 61 in den ersten drei Monaten, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Johlige (Linke) hervorgeht.

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Wo die AfD der Linken den Rang abläuft

Via „NZZ“:

Im Osten Deutschlands sind die Rechtspopulisten oft da stark, wo auch die Linke ihre Hochburgen hat. Dabei kämpfen beide insbesondere in den ehemaligen DDR-Plattenbauvierteln um die gleiche Wählerschicht: die Unzufriedenen. Um die, die sich abgehängt fühlen.

Ja, natürlich hat es geschmerzt. Und wenn man sieht, wie sich dabei das Gesicht von Wolfgang Brauer verzieht, wird klar: Das tut immer noch weh. Wie auch nicht, wenn man von hier kommt und die Linke mit aufgebaut hat. Wenn man seit 1999 Direktkandidat war im Wahlkreis 1, in Marzahn-Nord, und all die Jahre Sieg um Sieg einfuhr. Und dann tritt 2016 zum ersten Mal die AfD an, stellt mit Gunnar Lindemann einen Kandidaten auf, der von ihm, dem ehemaligen kulturpolitischen Sprecher der Berliner Linken, nicht mehr abweichen könnte: ein Zugezogener, ein Wessi, ein Eisenbahner, ein Rechter. Und aus dem Stand heraus holt dieser Kandidat bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 30 Prozent. Wie kann das nicht weh tun? Politisch und ja, natürlich, auch persönlich.

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Geschafft? Flüchtlinge auf dem Berliner Arbeitsmarkt

Der „rbb“ berichtet:

„Wir schaffen das!“ – sagte Kanzlerin Angela Merkel vor genau drei Jahren angesichts der vielen Geflüchteten, die nach Deutschland kamen. Die Menschen in Jobs zu bringen, klappt in Berlin schon ganz gut, wie die aktuellen Zahlen belegen. Inforadio-Reporterin Nina Amin hat sich angeschaut, wie Betriebe in Berlin Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integrieren und wo es noch Probleme gibt.

In der großen Werkhalle der Berliner Wasserbetriebe läuft eine einzelne Fräsmaschine. Noch ist es ruhig in der Lichtenberger Ausbildungswerkstatt. Es ist Urlaubszeit. Aber spätestens zum Start des neuen Ausbildungsjahrs im September füllen sich die Hallen und Büros mit Azubis.

Einer von ihnen ist Jwan Mattini. Der junge Syrer hat seine ersten Erfahrungen an der Fräsmaschine schon hinter sich. Er hat ein mehrmonatiges Qualifizierungsprogramm für Geflüchtete im Betrieb durchlaufen: Löten, Schweißen, Feilen – das alles lernen angehende Auszubildende in dieser Zeit kennen. Mattini weiß jetzt, was ihn interessiert: „Ich wollte eigentlich eine Ausbildung als IT-Fachinformatiker machen. Aber nachdem ich die ganzen Berufe hier kennen gelernt habe, dachte ich: Technik ist doch nicht mein Ding, und ich habe mich für Industriekaufmann entschieden.“

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Innensenator Geisel wirft AfD Kontakt zu Rechtsextremen vor

Der „rbb“ berichtet:

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) schließt eine Beobachtung zumindest von Teilen der AfD durch den Verfassungsschutz nicht aus. Mit Blick auf die ausländerfeindlichen Attacken in Chemnitz sprach Geisel am Dienstag von einem „Übergreifen von extremistischen Äußerungen, von extremistischen Gewalttaten bis hin in das rechtspopulistische Spektrum“. Aus Teilen der AfD gebe es „unverhohlene Zustimmung“ zu solchen Übergriffen.

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Krawalle in Chemnitz: Wie die Polizei eine Stadt den Rechten überließ

„Spiegel online“ berichtet:

Jagdszenen, schon wieder: Bei gewalttätigen Zusammenstößen sind in Chemnitz mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei hatte den rechten Aufmarsch unterschätzt – und musste den Mob gewähren lassen.

Der Neonazi stürmt los, reißt die Arme hoch, brüllt, winkt Richtung Demonstrationszug, seine Kameraden sollen ihm folgen. Mit einer Gruppe von zehn, zwölf Leuten rennt er die Treppe zu einer Terrasse hoch, die sich vor der Stadthalle ausbreitet. Oben stehen und sitzen Kameramänner, Schaulustige, Gegendemonstranten. Sie sehen die Angreifer nicht kommen. Der Neonazi packt einen jungen Mann von hinten, reißt ihn zu Boden und schlägt zu. Immer wieder.

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BENN Boulevard Kastanienallee & Nord-Hohenschönhausen präsentieren ein gemeinsames Sprachcafé

👋👋Miteinander ins Gespräch kommen, Nachbarn kennenlernen, Sprache lernen. Klingt gut und ist ab dem 28.08 jeden 2. & 4. Donnerstag im Sprachcafé in der Stollberg Str. 33 möglich! Kommt zum netten Austausch vorbei!! 👋👋