Wie weiter mit dem Hellersdorfer Gut und dem Gutsgarten?

Via Quartiersmanagement Boulevard Kastanienallee:
Noch bis 22. Februar ist in der station urbaner kulturen am Auerbacher Ring 41 (neben Lebenshilfe e.V.) eine Ausstellung zur Zukunft des Hellersdorfer Guts und des Gutsgartens zu sehen.
Das Areal Gut Hellersdorf gehört seit 2018 dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen GESOBAU. Im Frühjahr 2018 sollen erste Pläne für 1.240 Neubauwohnungen auf und um dem Areal entstehen, in Abstimmungen mit dem Bezirksamt, Anwohnenden und weiteren Beteiligten. Im Dezember 2017 gab es dazu erste Diskussionsrunden in der station urbaner kulturen. Es wurde sowohl über die Ängste vor Veränderung und Verdrängung gesprochen, aber auch über die Vorfreude auf einen Neustart samt Neuentdeckung der Schönheit des historischen Bestands und Aufwertung der lokalen Lebensqualität. Der Gutsgarten wird seit 2016 von PrinzessinnengartenBau konzipiert, aufgebaut und betreut.

Kultur geht durch den Magen

Bericht auf der Berliner Quartiersmanagement-Website u.a. über Aktivitäten von BENN in Hellersdorf:
Oft über hundert verschiedene Nationen und Kulturen zusammen: das ist Alltag in den Quartiersmanagementgebieten. Interkulturelle Kochabende sind deshalb eine ideale Gelegenheit sich kennenzulernen, denn was verbindet mehr als gutes Essen?Unter dem Motto „In 80 Tellern um die Welt“ lädt die Nachbarschaftsinitiative Solinar im Richardkiez regelmäßig zu internationalen Kochabenden. Ob Spaghetti oder Arabisch – zu essen gibt es immer wieder was anderes. Neben Rezepten und Kochtipps werden auch Erfahrungen und Ideen ausgetauscht. Für viele ist der Kochabend deshalb auch eine Gelegenheit, um Anschluss zu finden und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nicht der einzige Kochabend

Auch im Quartiersmanagementgebiet Boulevard Kastanienallee wird interkulturell gekocht. Mit einer original italienischen Lasagne startete dort die neue Veranstaltungsreihe im Café „Interfix“. Auch hier wurde schnell klar: kochen ist mehr als Gemüse schälen, Zwiebeln schneiden und Soße umrühren.

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Die Geister selbst gerufen

Das „Neue Deutschland“ schreibt:
Studie verweist auf den Zusammenhang zwischen Sozialabbau und Rechtspopulismus
Eine der wichtigsten Lehren aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Erkenntnis, dass Menschen, deren Existenz bedroht ist, sich radikalen Ideen, die Lösungen für ihre Probleme anzubieten scheinen, leichter zuwenden. So sind Hitler und der Faschismus kaum denkbar ohne den Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und der damit einhergehenden Massenarbeitslosigkeit, des Abstiegs des Kleinbürgertums und des radikalen Sparkurses der deutschen Reichsregierung. In der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs war man sich des fragilen Gleichgewichts der sozialen Welt sehr bewusst, und auch die bürgerlichen Parteien verfolgten nicht zuletzt angesichts der Blockkonfrontation eine Politik des sozialen Ausgleichs.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt:

In den neuen Bundesländern sind die Vorbehalte gegen Fremde schon in jungem Alter deutlicher ausgeprägt. Die Mehrheit der Sechs- bis Elfjährigen allerdings zeigt sich auch dort offen gegenüber Flüchtlingen.

Eine Mehrheit der Kinder im Grundschulalter hat eine grundsätzlich offene und unvoreingenommene Haltung gegenüber Flüchtlingen. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Kinderstudie der Hilfsorganisation World Vision, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach sagten 79 Prozent der befragten Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren, dass Geflüchtete „ganz normale Kinder wie alle anderen“ seien. 82 Prozent der 2500 befragten Grundschulkinder gaben an, dass sie Mitleid mit Flüchtlingen hätten.

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Zur Studie geht es hier: https://www.worldvision.de/informieren/…/vierte-kinderstudie

Der Koalitionsvertrag zu Flucht, Migration & Integration

Das Netzwerk „Berlin hilft!“ analysiert und kommentiert den Koalitionsvertrag der Groko zu Flucht, Migration & Integration:

Das Fatale bei diesem Koalitionsvertrag st eine aus unserer Sicht krasse Fehleinschätzung: Das Thema Flucht spielt eine herausragende Rolle in der gesamten öffentlichen Diskussion. Eine in Teilen rechtsextreme Partei sitzt nur aus diesem Grund im Bundestag. Die Diskussionen zum Familiennachzug überlagern seit Monaten jede an sich notwendige Diskussion zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zu einer gerechteren Steuerpolitik, zu Wohnungsbau und Mietbegrenzung, zu Renten und Gesundheitssystem.

Offenbar ist man nun der Meinung, dass man diesen rechten Rand am besten wieder einfängt, wenn man deren einziges Thema fast 1:1 mit diesen rechten Inhalten besetzt. Damit wird man am Ende das Gegenteil erreichen.

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AfD will mit Großdemonstration vors Kanzleramt ziehen

Die „MAZ“ berichtet:
Die AfD radikalisiert sich weiter. Im Osten hat sich die Partei längst mit der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung verbündet, nun mehren sich auch im Westen die Stimmen, die auf der Straße Flagge zeigen wollen. Eine frühere Parteichefin findet harte Worte.
Die AfD plant nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) eine Großdemonstration im Frühjahr in Berlin. Das hat der Bundesvorstand der Partei mehrheitlich beschlossen. Teile des Vorstands befürchteten zwar, dass die Sicherheit nicht gewährleistet sein könnte oder dass vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppen wie die „Identitäre Bewegung“ dort Flagge zeigen könnten. Die Mehrheit des Gremiums wischte diese Bedenken jedoch beiseite. „Wir erwarten eine fünfstellige Zahl an Demonstrationsteilnehmern“, sagt Bundesvorstandsmitglied Steffen Königer dem RND. „Diese so genannte große Koalition vertritt das Land nicht mehr. Sie hat keine Mehrheit. Wir fordern Neuwahlen.“ 
 

„buntkicktgut“

Tolles Projekt! Bunt kickt gut ist ist eine interkulturelle Straßenfußballliga, welche seit mittlerweile fünf Jahren auch in Berlin existiert:
 
Fast unbeachtet hat sich in der Neckarstraße 5 vor genau fünf Jahren ein interkulturelles Integrationsprojekt niedergelassen. Das will erreichen, dass über Fußball, der weltweit wichtigsten Freizeitbeschäftigung, junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sich bei Wettkämpfen gemeinsam und gewaltfrei begegnen.

Nachgefragt! Gestärkt für ein solidarisches Miteinander

Interview der Berliner Fach- und Netzwerkstellen mit Expert*innen aus dem Bereich Rechtsextremismus und Antidiskriminierung in der Reihe „Nachgefragt! Gestärkt für ein solidarisches Miteinander“ mit Dr. Esther Lehnert: „Der Begriff des Völkischen schließt aus“: http://www.licht-blicke.org/wp-content/uploads/2012/05/nachgefragt_Interviewreihe2_final.pdf

Enttäuscht von Flüchtlingspolitik: Berliner Integrationsbeauftragter kritisiert GroKo-Pläne

Der „rbb“ berichtet:

Ob Familiennachzug, Obergrenze oder Ankunftszentren: Andreas Germershausen lässt an der von Union und SPD vereinbarten Flüchtlingspolitik kein gutes Haar. Die Ergebnisse der GroKo-Verhandlungen seien „enttäuschend“, sagt der Berliner Integrationsbeauftragte.

Der Berliner Integrationsbeauftragte Andreas Germershausen hat die Pläne der geplanten großen Koalition in der Flüchtlingspolitik kritisiert. „Im Hinblick auf die Integration ist das insgesamt enttäuschend“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

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