Berlin-Marzahn: Die einst größte Plattenbausiedlung Europas wird 40

Der „Deutschlandfunk“ berichtet:
Vor 40 Jahren wurden die Möbel noch im Schlamm angeliefert und Erich Honecker schaute damals auch vorbei. Heute ist Berlin-Marzahn mit seiner Plattenbausiedlung einer der grünsten Stadtteile.
„Ich hatte einen kleinen Kaffee bestellt, hatte ich schon gesagt. Wer noch? Finger hoch? Kleinen Kaffee, ich… Fünfmal Kräutertee, einmal Schwarztee. Genau.“Zehn Frauen erholen sich bei Kaffee und Tee vom Frühsport. Jeden Montag um 9 Uhr kommen die Frauen aus der Nachbarschaft zur Seniorengymnastik ins Bürgerhaus Südspitze, einen Nachbarschaftsverein in Berlin-Marzahn. Karin Prutz ist mit 79 Jahren eine der jüngeren Teilnehmerinnen.

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An Brennpunktschulen unterrichten die meisten Quereinsteiger in Berlin

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:
In Marzahn-Hellersdorf sind nach Informationen der Berliner Morgenpost 95 der 165 freien Stellen mit Quereinsteigern besetzt worden – die meisten von ihnen an Grundschulen (47) und Sekundarschulen (35). Allein an der Mozart-Gemeinschaftsschule wurden demnach elf Quereinsteiger eingestellt. Die Schule, die im Schuljahr 2015/2016 durch mehrere Gewaltvorfälle für Schlagzeilen gesorgt hatte, konnte offenbar keine ausgebildeten Pädagogen finden. Das gilt auch für andere Brennpunktschulen in dem Bezirk – wie etwa die Grundschule am Hollerbusch oder die Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule.
 

Jeder sechste Marzahn-Hellersdorfer kann Kredite nicht zurückzahlen

Die „Berliner Woche“ schreibt:

Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl der insgesamt überschuldeten Bürger in Marzahn-Hellersdorf hat sich 2016 leicht verringert. Allerdings waren im Vergleich zu 2015 mehr Menschen hoch verschuldet und sie stecken langfristig in einer Schuldenfalle.

Nach den aktuellen Zahlen des Berliner Schuldner-Atlasses der Creditreform war fast jeder sechste Bewohner des Bezirks 2016 verschuldet. Das ist im Berliner Vergleich der zweithöchste Wert nach Wedding. Während die Geamtzahl der Schuldner im Bezirk zwar in dem Vergleichszeitraum leicht sank, ist sie über einen längeren Zeitraum dennoch gestiegen.

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Abschlussbericht „Upcycling bis die Ohren klingeln“

Abschlussbericht zur vom Projekt Ponte finanzierten „Upcycling bis die Ohren klingeln“-Workshopreihe im Haus Babylon in Hellersdorf-Nord:

In Zusammenarbeit mit dem Team des „Die-Bandarbeiter e.V.“ hat an drei verschieden Terminen im Juni des Jahres 2017 für die JFE des Haus Babylon einen vielseitiger, mehrtägigen Upcycling und Musik Workshop, der die Thematiken von Müll, Verantwortung, Müllkrise, Musik, Musikinstrumentenbau, Re- und Upcycling besprochen hat, stattgefunden. Zunächst betrachteten wir dabei die Müllproblematik und die Ideen des Upcycling mit Hilfe des Workshops der Bund-Jugend e.V. Darauf aufbauend übernahmen die Workshops der Bandarbeiter e.V. den praktischen Teil des Konzeptes  indem, die Instrumente von den Teilnehmer*innen selber gebaut wurden. Im Sinne des Upcycling wurde so aus vermeintlichem Müll, gebastelt und gestaltet und damit musiziert. Im Fokus standen dabei Schlagzeuge aus Farb- und Mülleimern und Blasinstrumente aus Rohren, sowie Küchengeräte. Dies ergab einen schlüssigen Zusammenhang zwischen den diversen Themenfeldern.

Die erhoffte Zielgruppe von „alten“ und „neuen“ Besucher*innen unserer Einrichtung, sowie aus den Unterkünften für Geflüchtete der Umgebung, haben wir mit diesem Projekt in vollstem Umfang erreicht. An dem Workshops nahmen Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung und Migrationsbiographie im Alter von 4-18 Jahren teil, die wir teilweise in Altersgruppen unterteilten. Eine Teilnehmer_innenzahl von 42 Kindern und Jugendlichen auf die drei Termine verteilt, übertraf unsere Erwartungen die Beteiligung betreffend. 14 Kinder dieser Gruppe waren Kinder mit Fluchterfahrung. Über die Hälfte aller Teilnehmer_innen waren Mädchen.

Dem inhaltlichen Zweck übergeordnet zielte diese Veranstaltung darauf ab, unseren neuen Besucher*innen aus der den umliegenden Unterkünften für Geflüchtete, in unser tägliches offenes Programm durch aktive Teilhabe zu integrieren. Das Projekt „Upcycling bis die Ohren klingeln“ hat nachhaltig die Bindung aller Besucher_innen unserer Einrichtung verbessert. Die innerhalb des Projektes erworbenen und gebastelten Musikinstrumente finden derzeit in unserem Wochenprogramm regelmäßige Verwendung.

Abschließend sei gesagt, dass wir sowohl die Durchführung, als auch die pädagogischen Ergebnisse für sehr gelungen und zielgeführt erachten und in der Zukunft planen ein ähnliches Projekt durchzuführen.

Babel e. V.

Jugend- und Freizeiteinrichtung Haus Babylon

Stephan-Born-Str. 4, 12629 Berlin

030/9985891

babylon_tinka@yahoo.com

30 Jahre vietnamesisches Zusammenleben in Marzahn-Hellersdorf

Kiezbericht von Herrn Götte zu den auch vom Projekt Ponte unterstützten 30 Jahre Reistrommel- Feierlichkeiten in der JFE Betonia in Marzahn-Nord:
 
.. und natürlich auch im Stadtteil Marzahn NordWest, was Anlaß genug war, in der JFE Betonia am Samstag, 23.09.2017, ein größeres Fest zu feiern. Die Reistrommel hatte eingeladen, die JFE Betonia fungierte als Gastgeber und in Kooperation mit verschiedenen Organisationen – z.B. auch mit Mitgliedern des Quartiersrats Marzahn NordWest – gelang es, eine optimale Veranstaltung durchzuführen.
Tamara Hentschel, die dienstälteste Betreuerin der Vietnamesen in Berlin und Mitgründerin des Vereins „Reistrommel“ begrüßte die Gäste und war hocherfreut, daß der Saal alle Gäste beinahe nicht aufnehmen konnte. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle prägte in ihrem Grußwort die humorvoll-anerkennenden Sätze, daß der Blumenhandel in Berlin fest in vietnamesischer Hand sei und daß die Vietnamesen nicht mehr als Fremde, sondern als Berliner anzusehen und vollkommen in das Statteilgeschehen integriert sind.

Positionieren. Konfrontieren. Streiten. Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

Mit dem Einzug in den Bundestag muss sich der Umgang mit der AfD ändern. Themen, welche die AfD bislang dominiert hat, müssen neu angepackt und besetzt werden. Die Handreichung der Amadeu Antonio Stiftung ermutigt zur sicheren und inhaltlichen Auseinandersetzung mit Positionen und Strategien der AfD:
Infos und Download der Broschüre hier.

Qualifizierungsreihe für Eltern, die in Kita oder Grundschule aktiv für ein respektvolles Miteinander eintreten wollen

12. Oktober 2017
Modul I: Wahrnehmung schärfen und Wissen aufbauen
Im ersten Modul liegt der Schwerpunkt darauf, das Erfahrungswissen der
Teilnehmenden und ihre Bedarfe zu sammeln. Darüber hinaus geben wir
eine erste Einführung in das Themenfeld Kinder- und Elternrechte.

9. November 2017
Modul II: Handlungskompetenzen entwickeln
Im zweiten Modul möchten wir uns mit ihren Handlungs- und Einflussmöglich-
keiten in der Einrichtung ihrer Kinder beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen die
Fragen, wie Sie Ihre bzw. die Anliegen der Kinder am besten ansprechen und
wie Konflikte demokratisch bzw. respektvoll gelöst werden können.

5. Dezember 2017
Modul III: dieses Modul möchten wir offen gestalten
Gegenstand werden Ihre Bedarfe und Wünsche sein. Mögliche Themen könnten sein:
Pädagogische Methoden der vorurteilsbewußten Erziehung, Weiterentwicklung von
Qualitätsstandards gemeinsam mit dem pädagogischen Personal, Aktivierung von
anderen Eltern.

Die Fortbildung besteht aus 3 Modulen, die nur im Paket gebucht werden
können. Die Module finden jeweils von 9:30 bis 12:30 Uhr statt. Ort ist das
Jugend- und Familienzentrum in der Eitelstraße 19 in 10317 Berlin-Lichtenberg.

Abschluss der Qualifizierungsreihe ist eine gemeinsame Fahrt in die Villa Fohrde in
Brandenburg vom 7. bis 9. Februar 2018, zu der wir alle Teilnehmenden herzlich
einladen (kostenlos und mit Kinderbetreuung). Die genaue Planung werden wir
Ihnen im ersten Modul vorstellen. Für die Qualifizierungsreihe erheben wir einen
Unkostenbeitrag von 5,- Euro pro Modul.

Anmeldungen bitte unter post@licht-blicke.org oder 030-99 270 555

Weitere Informationen >>>

Buch-Projekt „Ankommen – so geht Deutschland“ startet in Berlin-Marzahn

Marzahn-Nord:
IT-Dienstleister EITCO übergibt Willkommensbroschüren an Schulstadtrat Lemm
Am 25. September 2017 startete das Buch-Projekt „Ankommen – so geht Deutschland“ erstmalig in Berlin. Kevin Rhinow von der European IT Consultancy EITCO GmbH übergab bei einem Treffen in der Selma-Lagerlöf-Grundschule im Bezirk Marzahn-Hellersdorf die ersten Bücher an Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie. Das liebevoll illustrierte Buch „Ankommen – so geht Deutschland“ ist in deutscher und arabischer Sprache verfasst und erklärt Kindern, wie das Leben in ihrer neuen Heimat funktioniert

6.-29.10.2017 Spreecenter Hellersdorf: Fotoausstellung „Blickwechsel Hellersdorf (un)erwartet“!

Vom 06.10. bis 29.10.2017 findet in der Ladenstraße des Centers die Fotoausstellung „Blickwechsel Hellersdorf (un)erwartet“ mit einer Vernissage am 06.10.2017 in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftszentrum KLUB 74 HELLERSDORF e.V. organisiert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Quelle

Russlanddeut­sche: Vergessene und verführbare Wähler

Der österreichische „Kurier“ berichtet:

Eingelegte Tomaten und cremegefüllte Kekse „Platonki“ gibt’s im Mix-Markt, russische DVDs und Putin-Matrjoschka im Kiosk nebenan, aus dem Lautsprecher tönen schwermütige Klänge. Hier, im Ostberliner Stadtteil Marzahn, zwischen Plattenbauten, die sich scheinbar endlos nach oben strecken, leben viele russischsprachige Migranten sowie  Russlanddeutsche.Weiterlesen