Integration von Flüchtlingen in Marzahn: Ein Glücksfall

Die „taz“ berichtet:

Martin Zoonobi ist aus dem Iran geflüchtet und spielt nun Fußball beim 1. FC Marzahn. Das ist dort keine große Sache: „Fußball für alle“ lautet der Slogan des Clubs.

Martin Zoonobi wartet, bis er an der Reihe ist. Sein Fuß ruht auf dem Ball, die Hände hat der schmale Mann mit den kurzen Haaren in die Hüften gestemmt. Dann dribbelt er los, läuft auf das Tor zu, schießt – und der Ball geht in der unteren linken Ecke ins Tor. Seit etwa einem Jahr trainiert Martin Zoonobi beim 1. FC Marzahn 94: Seit er mit seiner Familie aus einer Flüchtlingsunterkunft in Köpenick ausgezogen ist und in der Nähe des S-Bahnhofs Ahrensfelde eine Wohnung gefunden hat.

Eine Stunde vorher. Zoonobi betritt die Terrasse des Vereinsheims. „Die Jungs haben gesagt, ich soll nächste Woche beim Turnier spielen“, ruft er Tino Streuffert zu, dem zweiten Vorsitzenden des Vereins. „Klar“, antwortet dieser. „Da gibt es das ganze Programm: spielen, grillen, trinken!“ Die beiden lachen.

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Marzahn: Die neue Seite der Plattenbauten

Sehr lesenswerter Artikel der Berliner Morgenpost zur Neu- und Umgestaltung von Plattenbauvierteln in Marzahn und anderswo:
 
Marzahn. Wer in Berlin mit der S-Bahn nach Marzahn fährt, sieht das Plattenbaugebirge schon von Weitem. Es hat Ähnlichkeit mit dem Vorort einer US-amerikanischen Stadt: autogerecht gebaut, aneinandergereihte Hochhäuser zwischen Grünflächen, eine Shopping Mall, Fast-Food-Lokale und Discounter. Der Weg zu Fuß zur Adresse von Shirley Langfeld und Marco Heizmann, die in ihre Wohnung einladen, führt an einer vierspurigen Straße entlang zu einem von Autos voll geparkten Platz. Sie wohnen in einem Hochhaus, einer WBS-70-Platte mit knallfarbiger Fassade. Im 21. Stock bewohnt das junge Paar eine 100-Quadratmeter-Wohnung, die durch versetzte Wände aus zwei kleineren Wohnungen zusammengelegt wurde.
 
 

Marzahn-Nord: Schöne Ferien mit dem Betonia: Jugendzentrum macht Angebote

Die JFE Betonia in Marzahn-Nord bietet ein tolles Ferienprogramm an, welches selbstverständlich auch von den geflüchteten Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße genutzt werden kann:
 
Marzahn. Das Jugendzentrum Betonia bietet Kindern und Jugendlichen aus Marzahn-NordWest spannende und ereignisreiche Ferienwochen. Neben sich wiederholenden Angeboten gibt es wechselnde Höhepunkte.Unter anderem findet am Donnerstag, 27. Juli, ab 15 Uhr im Clara-Zetkin-Park ein Beachvolleyballturnier statt. Zudem wird parallel gegrillt und gechillt. Am Dienstag, 2. August, sind alle Kinder und Jugendlichen ab 15 Uhr am Betonia, Wittenberger Straße 78, zur großen Wasserschlacht eingeladen und einen Tag später an gleicher Stelle und zur selben Zeit zu einem erfrischenden Pooltag.
 

Unterhaltsvorschuss: Jugendamt zahlt später

Neuigkeiten aus dem Bereich der Sozialpolitik in MaHe:
 
Marzahn-Hellersdorf. Seit 1. Juli haben mehr Kinder alleinerziehender Eltern einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss und auch die Dauer hat sich verlängert. Doch seither gestellt Anträge werden vom Jugendamt nicht bearbeitet.
In der ersten Juliwoche sind im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf rund 300 neue Anträge eingegangen. Dies teilte Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung mit. Allerdings hat die Regierung das Gesetz noch nicht bis Mitte Juli im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Solange das Gesetz aber noch nicht unterschrieben, veröffentlicht und in Kraft getreten ist, sind Jugendämtern die Hände gebunden. Die Änderungen dürfen noch nicht bei Bescheiden und Zahlungen berücksichtigt werden. Bereits gestellte Anträge auf Unterhaltsvorschuss hat das Jugendamt daher noch nicht bearbeitet. Hintergrund der Verzögerung ist ein erst kürzlich beigelegter Streit zwischen Bund und Ländern um die Kostenanteile.
 
 

Letzter Aufruf zur Anmeldung von Ständen und Aktionen auf dem Schöner leben ohne Nazis am 16.9.2017!

Letzte Erinnerung!: Ihr könnt noch bis zum 1.8.2017 Infostände bzw. Aktionen/Angebote auf dem Schöner leben ohne Nazis beim Projekt Ponte anmelden! Wir haben schon einige tolle Anmeldungen und denken, dass das am 16.9.2017 ein großartiges Fest werden wird! Also beteiligt Euch und leistet einen aktiven Beitrag, um kurz vor der Bundestagswahl nochmal ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenverachtung im Allgemeinen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu setzen!: http://ponte.pad-berlin.de/anmeldung-staende-schoener-leben-ohne-nazis/

Letzter Ideenaufruf für den Ponte-Aktionsfonds im Jahr 2017!

Letzter Ideenaufruf für Projekte, welche von Ponte im Jahr 2017 mit bis zu 1000 Euro gefördert werden können! Es ist sowohl für den Aktionsraum Hellersdorf-Nord als auch für Marzahn-NordWest noch etwas Geld vorhanden! Anträge für das laufende Jahr können noch bis zum 20.9.2017 bei uns eingereicht werden! Ihr könnt Euch auch jederzeit gerne telefonisch von uns beraten lassen oder einen Gesprächstermin vereinbaren!
 
Alle Infos zum Aktionsfonds findet Ihr hier: http://ponte.pad-berlin.de/aktionsfonds-projekt-ponte/

Paritätische Perspektiven: Die Zukunft der Flüchtlings- und Integrationspolitik gestalten vom 23.-24. März 2017 – Dokumentation zur Veranstaltung

Da das Projekt Ponte an der Konferenz „Angekommen und willkommen!? “ des Paritätischen Gesamtverbandes ebenfalls teilgenommen hat, möchten wir Euch die zusammengefassten Ergebnisse der Konferenz nicht vorenthalten:
 
Angekommen und willkommen!? In der aktuellen Flüchtlings- und Integrationspolitik hat sich angesichts globaler Migrations- und Fluchtbewegungen und insbesondere durch den vermehrten Zuzug geflüchteter Menschen seit 2015 in Deutschland viel bewegt. Für uns als Verband aber auch als Gesellschaft ist es daher an der Zeit, Bilanz zu ziehen und paritätische Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.
Gemeinsam haben wir uns wir uns über die vielfältigen Aktivitäten Paritätischer Mitgliedsorganisationen zur Unterstützung geflüchteter Menschen in den verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit ausgetauscht und diskutiert: Wo steht die Gesellschaft aktuell bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten? Welche Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze ergeben sich dabei in der konkreten Praxis? Und wie wollen „wir“ eigentlich zusammenleben?
 

Störenfried Andreas Wild muss AfD-Fraktion verlassen

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Der Abgeordnete ging zu Pegida und provozierte wiederholt mit rechten Sprüchen. Nun hat ihn seine Fraktion ausgeschlossen.

Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat den als Anhänger des äußerst rechten Parteiflügels geltenden Abgeordneten Andreas Wild ausgeschlossen. In ihrer Sitzung am Dienstag stimmten die AfD-Parlamentarier einem entsprechenden Antrag mehrheitlich zu. Damit setzt die Fraktion ihren sogenannten „Berliner Kurs“ fort, mit dem sie sich im Vergleich zu den Fraktionen in anderen Bundesländern als eher gemäßigt und parlamentsorientiert darstellen will. Andreas Wild steht dagegen vor dem politischen Aus. Für den rechten Flügel der AfD ist sein Ausschluss eine deutliche Niederlage.

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Ein tiefer Bruch geht durch die AfD

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt:

Die Partei geht mit einer zerstrittenen Führung in den Wahlkampf – und die hat nicht einmal die Disziplin, diesen Zwist zu verbergen. Im Gegenteil.

Frauke Petry war einmal das strahlende Gesicht der AfD. Als ihre Partei die Vorsitzende Ende April düpierte, war das eine öffentliche Demütigung. Einsam saß sie auf dem Parteitag in Köln da, nachdem ihr Versuch gescheitert war, einen Kurswechsel durchzusetzen. Die AfD aber tat damals, als wäre nichts passiert. Sie feierte am Ende des Parteitags die frisch gewählten Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel. Das sei doch ein gelungener Auftakt für den Bundestagswahlkampf, wurde erklärt.

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